Ja, so schnell kann man ins offene Messer laufen, wenn man einem Film mit dem Titel "Invasion of the Bee Girls" (OT) blindlings vertraut. Was zunächst wie Musik in den Ohren eines Trash-Fans klingt und eine spaßige Parodie auf die Horror-B-Movies der 50er zu sein scheint, entpuppt sich leider bald als ziemliches Hohlbrot: Statt Sleaze und Gewalt gibt es eine SciFi-Krimi-Story, die sich nicht selten auf TV-Niveau bewegt. Und selbst die Skin Flick-Elemente sind eher mäßig situiert.
Natürlich ist "Invasion der Bienenmädchen" angereichert mit allerhand satirischen Elementen - oder solchen, die es gerne sein würden. Allerdings funktioniert der Film auf keiner Ebene so richtig: Als Fun-Streifen zu langweilig, als Parodie zu wenig bissig, als Krimi zu unspannend und als Sexfilm zu lasch. Natürlich springen die Mädels immer mal wieder aus der Wäsche, doch im Prinzip ist das Ganze so aufregend wie eine Duschmittel-Werbung.
Ab und an gibt es mal einen Toten, was jedoch ebenfalls nicht sonderlich tangiert. Die beste Szene kommt etwa in der 55 Minute, wenn die Bienenmädels eine weitere Dame transformieren wollen: In einem Labor (in etwa James Bond auf billig) wird die splitternackte Lady von oben bis unten mit weißem Schleim (Honig?) eingeschmiert, um dann in einer Experimentenkammer mit dem ganzen Körper als Landebasis für unzählige Bienen zu dienen, die sie dann ebenfalls zu einer Insektenkreatur mit schwarzen Facettenaugen machen.
Ansonsten gilt: Außer Spesen nix gewesen, oder: Wie man 90 Minuten Lebenszeit verschenken kann...
Fazit: "Invasion der Bienenmädchen" ist eines von vielen Werken, die zwar gute Ansätze haben, jedoch im Gesamtbild nicht überzeugen können. Der Unterhaltungswert ist eher mau, der Spaßfaktor hält sich ebenfalls in Grenzen - und genau das ist eigentlich das entscheidende bei einem guten Trash-Film. 4 von 10 Punkten.