Da letztens die Neuverfilmung von Das Omen in die Kinos kam, habe ich mir das Original ausgeliehen. Das Omen zeichnet sich nicht durch Brutalität sondern durch subtile Angst vor einem 5 jährigen aus. Selten hat ein kleines Kind soviel Furcht ausgelöst. Der Film handelt von einer Familie, welche leider nicht in den Genuss eines Babys kommen können da bisher mehrere Schwangerschaften fehlschlugen. Daher "adoptieren" sie ein Kind, dessen Mutter bei der Geburt gestorben sei. Die Familie ist überglückluch und zieht das Kind "normal"(immerhin ist der Mann des Hauses Botschafter der USA) auf. Bis an seinem 5. Geburtstag plötzlich die Haushälterin Selbstmord begeht. Während des Films werden die Geschehnisse immer weiter aufgeklärt aber immer verzwickter.
Die Schauspieler machen einen guten Eindruck, auch wenn die subjektive Meinung bei Filmen, die schon etwas älter sind natürlich etwas nach unten geht. Alle geben ihr bestes und schaffen so allein durch Mimik und Gestik eine schauerliche Atmosphäre. Zwar wirken manche Charaktere (zum Beispiel der Pfarrer) etwas seltsam, aber das passt dann wieder zu der Persönlichkeit der Person. Einzig und allein hervor zu heben wäre in Das Omen wohl Damian, der Sohn der Familie. Durch seine Mimik wird der Film schauderhaft gut. Durch das alleinige, irgendwie irritierende Grinsen (wer Alice im Wunderland kennt, weiß was ich meine) entseht eine Boshaftigkeit in einem Kind, das man nicht für möglich hält.
Die Geschichte ist nett gemacht, erfährt manchmal ein paar Neuerungen und bleibt dadurch spannend. Zwar kann man sich im Kopf schon irgendwie ausmalen, was genau geschehen wird, aber wie es passiert will man doch vom Film erfahren. Leider fehlt es der Story an manchen Stellen an pep und an Wendungen. Häufig fällt die Spannung in ein tiefes Loch, an dem man verzweifeln könnte. Sobald dann aber was neues aufgetischt wird, kann sich der Zuschauer wieder erholen. Es ist zugegebener Maßen schwer ältere Filme ernst zu nehmen, da die Erzählweise in den letzten Jahren stark verändert wurde. So kommt es vor das man sich bei manchen Szenen nicht fürchtet oder erschreckt sondern heimlich in sich hinein kichert. Eigentlich schade, denn die Grundvoraussetzung bringt der Film garantiert mit.
Horrorstreifen, der leider nicht über Mittelmaß hinauskommt, vorallem da man heutzutage schon ganz andere Sachen gewohnt ist. Für Freunde von Old-School Horror (zB Hitchcock-Klassiker) dennoch ansehnlich.
FAZIT: 5/10