Review

Botschafter Robert Thorn (Gregory Peck) nimmt ohne das Wissen seiner Frau Cathy den kleinen Damien als eigenen Sohn bei sich auf. Cathys Baby starb nämlich bei der Geburt in Rom.
Das Glück der Thorns scheint perfekt, da erhängt sich plötzlich das Kindermädchen an Damiens fünften Geburtstag vor den Augen der Gäste. Dieser scheinbare Selbstmord ist der schreckliche Beginn einer dunklen Prophezeihung, welcher sich auch Robert und Cathy nicht entziehen können ...

Der Teufel, der Antichrist, religiöse Zusammenhänge - all das wurde schon bei "Rosemary's Baby" und "Der Exorzist" thematisiert.
Regisseur Richard Donner ("Lethal Weapon") minimiert den kirchlichen Kram, so dass sich konfessionslose Zuschauer nicht überfordert fühlen und konzentriert sich auf die unheilschwangere Atmosphäre und langsam steigende Spannung. Auch ein, zwei heftige, spektakulär gemachte Todesszenen hält Donner für uns bereit. Und der aufmerksame Zuschauer erkennt, woher so mancher, als innovativ bezeichneter Horror der letzten Jahre (ich denke da vor allem an "Final Destination") einen Teil seiner Ideen nimmt.

Nur wenigen Filmen gelingt es, über die ganze Laufzeit derart zu fesseln, bis schließlich im bösen Finale die Spannung explodiert.
Dass am Ende nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, macht einen dicken Pluspunkt in Donners Werk aus!
Ob "Das Omen" wirklich ein Remake gebraucht hat, fragt man sich dann schon zu Recht, da dieser Klassiker trotz seines Alters ein zeitloser, modern wirkender Schocker ist. Zudem ist der Film edel besetzt und grandios gespielt. Ich kenne zwar die Neuauflage nicht, bezweifle aber, dass Liev Schreiber einem Gregory Peck das Wasser reichen kann!

Fazit:
Albtraumhafter, sauspannender und nahezu perfekt inszenierter Horrorthriller mit Starbesetzung. Ein echtes Muss für Genre-Fans! 10/10 Punkten.

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