Der US-Botschafter Robert Thorn und seine Frau adoptieren ein Kind, den kleinen Damien, von dem sie nicht wissen, dass es sich um den Sohn des Teufels handelt. Nachdem immer mehr Menschen durch den Jungen verunglücken, erhärtet sich Thorns Verdacht, dass der Junge über ihn an die Weltherrschaft kommen will.
"Das Omen" ist sicherlich ein Horror-Kultfilm, aber ich habe nicht einmal den blassesten Schimmer, wie es dazu kommen konnte, zumal 1976 mit "Carrie" ein wesentlich besserer Horror-Film erschien. Bei der Story geht das Desaster schon los: Während sich "Der Exorzist" oder "Carrie" ausreichend Zeit nehmen, um die Charaktere wenigstens im Ansatz solide zu konstruieren, leistet dieses Werk bei der Charakterkonstruktion grausam schlechte Arbeit und hat nicht einmal einen Ansatz von Tiefe. Darüber hinaus ist mir persönlich die Grundidee zu weit hergeholt und viel zu einfälltig. Die Wendungen sind allesamt vorhersehbar, da das Thema über die Jahre in dutzenden anderen Filmen und in diversen Sequeln mittlerweile komplett ausgelutscht wurde. Damals mag der Film neue Maßstäbe gesetzt haben, aber mittlerweile hat "Das Omen" ausgedient.
Regisseur Richard Donner leistet in seinem ersten größeren Projekt ordentliche Arbeit. Die Filmmusik und die Kulisse sind sehr düster und konnten 1976 vermutlich noch eine düstere Atmosphäre aufbauen, doch mittlerweile können die dumpfen Ton-Effekte niemanden mehr beeindrucken. Mir persönlich sagt das ganze Werk überhaupt nicht zu und ich habe mich über die volle Laufzeit gelangweilt, weil der Film im Gegensatz zu "Carrie" und "Der Exorzist" mittlerweile komplett überholt ist. Das Erzähltempo, das wohl subtile Spannung aufbauen sollte, ist meiner Meinung nach viel zu langsam und zäh. Und auch die wenigen Action-Szenen können überhaupt nichts mehr reißen. Dieser Film liegt weit jenseits meines Geschmacks.
Gregory Peck spielt zwar ordentlich, zumal er seit über 30 Jahren im Geschäft eine gewisse Routine haben sollte und auch Lee Ramick spielt als Ehefrau ordentlich. Ein weiteres Problem liegt jedoch in der Darstellung des Damien. Ich persönlich hätte mir hier eine wesentlich dämonischere Darstellung gewünscht und nicht nur eine Art traumatisiert dreinblickenden Lausbuben.
Fazit:
Ich habe wirklich keine Ahnung, was alle Welt an dem Film so toll findet. Die Story ist weit hergeholt und vorhersehbar und nur weil der Film vor über 30 Jahren mal schockieren konnte, heißt das noch lange nicht, dass er das immer noch kann. Da waren "Der Exorzist" und "Carrie" aber deutlich besser. Auch den Sequeln und dem Remake kann ich nicht viel abgewinnen.