Review

Der beste Antichrist aller Zeiten

Es ist der 6. Juni, 6:06 Uhr... der Antichrist wird geboren, nur mit einem Ziel: die Welt in den Abgrund zu stürzen!

Auch wenn seine Fortsetzungen auch ihren jeweils eigenen Charme & Fans besitzen, ist es doch noch immer Teil 1 rund um den jungen Damien, der den unumstrittene Champion unter den okkulten Horrorfilmen darstellt. Überbieten konnte das nur der Exorzist, jedoch auf eine nur schwer vergleichbare Art & Weise. Das Omen ist ein zeitloser Grusler, mit ausgezeichneten Darstellern der alten Schule & einer einzigartigen Stimmung, näher an Rosemaries Baby als am Exorzisten & Vorbild für aberdutzende schlechtere Nachahmer. Bitte immer einfach wieder zum Omen greifen wenn es um Filme über teuflische Kinder oder gar den Antichrist gehen soll - denn das ist & bleibt einfach der Zenit dieses Subgenres!

Selten stand ein Film so für die 70er, so für dichte Atmosphäre & ebenso selten hat sich ein derartiger Film so gut gehalten. Ehrlich gesagt machen mir auch heute noch manche Szenen beeindruckend Angst, und das trotz oder vielleicht gerade langsamer Machart. Von der Kirchen-Szene, bis zum Zoobesuch, den überraschend blutigen Kills, Damiens gruseliger Art oder dem verrückten Kindermädchen - eine klasse Stelle jagt die nächste, die Gänsehaut bleibt gefesselt auf dem Nacken. 

Das etliche maue Nachahmer etwas den Reiz des okkulten Films allgemein dimmten, dafür kann Omen nichts & das kann man ihm nicht ankreiden. Und auch mit der nervigen Mutter, manch unfreiwillig komischer Szene & der etwas zu übertriebenen Entstehungsgeschichte Damiens (Schakal als Mutter?) kann ich locker leben. Denn das Omen bleibt ein Pflichtfilm, nicht nur für Horrorfans, sondern eigentlich für jeden. Punkt.

Fazit: ein Klassiker des Okkulten, der kaum an Faszination & Spannung verloren hat. Ein ganz großer Horror-Klassiker, prägend für die 70iger!

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