Review


Inhalt:

Irgendwo in China in einer früheren Epoche. Shang Li (Wong Tao) ist ein sehr guter KungFu-Fighter..., und verdient seinen Lebensunterhalt durch seinen Pferde-Karren, mit dem er Transporte durchführt und Menschen von einem Ort zum anderen kutschiert. Er ist in ein bildhübsches Mädchen verliebt..., die arbeitet jedoch in einem Bordell, und Shang Li hat zu wenig Geld um sie auszulösen.

Da erhält Shang Li einen Auftrag des ominösen Sparrow (Man Kong Lung). Der will, dass Shang Li eine Kiste mit ein paar Tausend Silber-Dollars in die Hauptstadt transportiert. Shang Li nimmt an..., und demütigt den bärbeißigen Wu (Wong Hap aka Wang Hsieh) im Gasthaus, als es zum Deal mit Sparrow kommen soll.

So hat sich Shang Li einen gefährlichen Feind gemacht, Wu nimmt sich im Bordell als Rache das Mädchen, welches Shang Li liebt. Zudem hat Wu einen starken Verbündeten..., Pao Cheng Fang (Lo Lieh)..., ein brutal-gerissener Typ, der ebenfalls ein erstklassiges KungFu beherrscht.
Pao und Wu wollen Shang Li und Sparrow die Tour vermasseln, doch auch die Straßenräuber um "Three Scar" (Phillip Ko) und dessen Frau (Angela Mao) beobachten den Pferde-Karren Shang Li´s, als dieser sich zusammen mit Sparrow auf den Weg macht, das Silber in die Hauptstadt zu transportieren.

Sparrow spielt falsch..., er, der nichts weiter als ein Verbrecher ist, will unterwegs andere Karren ausrauben und die Reisenden töten. Das stand so nicht im Plan..., es kommt zum Kampf zwischen Shang und Sparrow..., und Sparrow wird getötet...!

"Three Scar" und seine Frau stellen Shang Li..., es kommt zum Kampf, doch durch die Fürsprache der Frau kann Shang Li mit dem Silber gehen.
Als "Three Scar" und dessen Frau von Pao Cheng Fang brutal ermordet werden, überlässt Shang Li das Silber fremden Männern, die ihn zuvor über die Ereignisse informierten. Zudem entführte Wu das Mädchen Shang Li´s aus dem Bordell.

Shang Li will nur noch eines: Rache an Wu und Pao Cheng Feng nehmen....


Fazit:

Im Jahre 1978 drehte eine der sehr wenigen weiblichen Regisseure des Eastern-Genres, Kao Pao Shu (aka Go Bo Shu), diesen Streifen mit so dünner wie teilweise wirrer Handlung, starken KungFu-Fights und überraschend prominentem Cast für die Studios der Park Films des Producer-Chaoten und Billig-Filmers Vengee Park.

Kommen uns diese Namen bekannt vor? Nicht so richtig..., aber das sind die Leute, die einen der wohl schwächsten Trash-Eastern aller Zeiten ablieferten... "Haruschi - Das blanke Schwert der Rache" (siehe mein Review auf dieser Webseite). Dieser Film hier, ist zwar besser..., was nicht heißen will, dass wir es hier mit einem richtig guten Eastern zu tun hätten. Fights und Cast reißen die Sache noch so gerade eben heraus..., denn die Handlung ist zusammengeschustert..., und so dünn wie wirr.

Eine richtig runde Handlungs-Struktur ist hier nicht erkennbar, so wandelt Kao Pao Shu hier wieder auf den Pfaden von "Haruschi", es gelingt der Regisseurin nicht, hier ein stringentes Konzept durch zu ziehen. Was die Figuren in diesem Film so richtig wollen, woraus sich ihre Motivation schöpft, um was es denn so richtig geht..., das wird eigentlich nicht so richtig klar. 

Okay, es geht alsbald um Rache, die Hauptdarsteller Wong Tao hier denn nach einigem hin und her angeht..., einem kleinen Jungen (ist der selbe Hosenpuper wie aus "Haruschi") der bei Wong KungFu erlernt, dann wieder verschwindet und wieder auftaucht, Wong Hap (aka Wang Hsieh) fühlt sich unmotiviert gedemütigt (wegen irgendeinem Firlefanz, erschloss sich mir nicht genau), dessen Kumpel Lo Lieh bleibt eine undurchschaubare Figur, das Geschehen im Puff ist etwas wirres Füll-Material..., und Angela Mao und Phillip Ko..., sie reiten durch die Gegend und ihr Handeln ist irgendwie inkonsequent. Tja nun...

Dass das alles in den kostengünstigen Locations dieses Mini-Labels Vengee Parks abgedreht wurde, in einem in den Außen-Szenen billigen Look, verwundert denn kaum, wenn man "Haruschi" noch vor Augen hat. Immerhin bleibt man am Ball, es macht sogar noch irgendwie Spaß diesem Treiben zuzusehen, am Ende laufen sich die Dinge noch irgendwie zurecht, und man sollte eh die KungFu-Action genießen, die ist noch bei weitem das Beste an diesem Streifen.

Zum Glück gibt es hier Wong Tao. Er ist der Held, spielt typisch für ihn den ernsten Typen, der keinen Spaß versteht, und bei den Fights so richtig aufdreht. Der Film lebt von seinem agilen Können, und dass er irgendwie durch diesen Film führt, und somit eine Art "Anker" für den Betrachter des Streifens ist. 
Schöne Frauen gibt es denn viele hier..., immerhin. 

Angela Mao und Phillip Ko sind hier leider nur Rand-Figuren..., immerhin können beide in einem der besten Fights hier noch glänzen. Angela lässt Wong Tao ziehen..., sie erinnert seine Situation an die ihres Mannes (Phillip Ko), als sie diesen kennen lernte, das ganze wirkt aber etwas konstruiert und nicht durchschaubar, nun ja.
Die Villains sind Wong Hap und Lo Lieh...., beide bärbeißig und skrupellos..., auch nicht so ganz schlüssig in der Motivation -was aber am schlicht-schlechten Drehbuch lag- aber immerhin gekonnt und ganz unterhaltsam..., man darf nicht so viel nachdenken hier.

Das wichtigste und beste..., und warum man sich den Film mal ansehen sollte, und hier den Schwerpunkt bei der Betrachtung legen sollte: Die KungFu-Action. Und hier verfügte denn Kao Pao Shu im Gegensatz zu "Haruschi" über bessere Kampf-Choreographen oder verbesserte sich selbst in dieser Kategorie.
Rasant, kernig..., dynamisch und abwechslungsreich geht es hier zur Sache. Wong Tao zeigt hier seine exzellenten Skills..., und die Fights werden mit zunehmender Laufzeit (die mit 81 Minuten angenehm kurz für einen Eastern dieser Art ist) intensiver und brutaler. Könner sind am Werk... und die KungFu-Action ist technisch stark und die Dynamik und Intensität stimmt.

"The damned" (aka "Battle of shaolin") ist ein letztendlich schnell konsumierter Eastern-Actioner von der Stange, der aus dem gewaltigen Kanon dieses Genres natürlich nicht herausragt, und seine Schwächen hat. Ein billig produzierendes Label, mit eingeschränkten Möglichkeiten..., und es entstand ein Eastern für KungFu-Film-Vielseher ohne größere Ansprüche an die Story-Line..., dafür stimmt immerhin die Action.
"The damned" scheint auch ein Beweis dafür zu sein, dass auch Darsteller-Granden des Genres wie Wong Tao und Angela Mao, Phillip Ko und Lo Lieh, vorab die Drehbücher nicht lasen, oder von ihren großen Studios an kleinere ausgeliehen wurden, und diese Darsteller wohl vertraglich verpflichtet waren und nix dagegen tun konnten.

"The damned"..., ein Eastern für "zwischendurch", für Freunde von rasantem KungFu, die auf die Story weniger Wert legen..., und für Fans von Wong Tao und Angela Mao-Komplettisten. 

5,5/10



Details
Ähnliche Filme