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Einige bekannte Namen verbergen sich hinter diesem B-Thriller. William Tannen (Hero, The Cutter) als Drehbuchautor, Regisseur Manny Coto (Dr. Giggles, Geschichten aus der Gruft), Vic Armstrong als Stuntkoordinator und natürlich der Schwede in der Hautprolle, nebst Louis Gossett Jr. Dolph Lundgren wollte wohl ein wenig Abwechslung genießen, denn "Cover up" ist absolut kein Actionfilm. Eher ein realistisch gehaltener Thriller, der aber zu lahm in Szene gesetzt wurde.

Journalist Mike Anderson (Dolph Lundgren) wird nach Israel geschickt, um dort wegen einiger Terroranschläge zu ermitteln. Seine ehemalige Geliebte Susan Clifford (Lisa Berkley) und seinen besten Freund Jeff Cooper (John Finn) trifft er dort wieder. Doch seine Ermittlungen bringen Mike in Lebensgefahr und Jeff wird bald bei einem Anschlag getötet. Erst durch Lou Jackson (Louis Gossett Jr.) von der amerikanischen Botschaft, erfährt er, dass bei dem Anschlag auf eine Militärbasis ein tödliches Nervengas entwedet wurde. Anscheinend will eine Gruppe namens "Schwarzer Oktober" tausende von Menschen bei einer Zeremonie töten.

Da hätte man durchaus etwas daraus machen können, aber das Drehbuch ist zu dialoglastig und verläuft ziemlich wendungsarm. Nur die Auflösung, wer nun hinter den Terroranschlägen steckt, ist eine echte Überraschung, aber viele Täter hat man auch nicht zur Auswahl. Man hätte falsche Fährten legen sollen, nur einmal wird versucht, das Ganze auf Lou Jackson abzuwelzen.
Auch die Ermittlungen von Mike fallen enttäuschend lahm aus, meist werden ihm Informationen zugespielt, auch erhält er Hilfe von seinem Kumpel Jeff und Exfreundin Susan. Nachdem Jeff einem Anschlag zum Opfer gefallen ist, darf Mike seine Ex natürlich einmal gründlich durchs Bett scheuchen. Coto hält diese Romanze zwar nur am Rande, aber da "Cover up" sehr wenig Action zu bieten hat, erweisen sich selbst diese wenigen Minuten als Bremse.

Gefallen kann die Kulisse, gedreht wurde wirklich in Israel. Auch kommt Mike ganz schön herum. Sein Hotel, Bars, die Stadt, eine Militärbasis oder eine Fabrik, bei den Sets ist Abwechslung geboten. Für eine ordentliche Musikuntermalung ist auch gesorgt. Aber "Cover up" wäre noch besser geworden, wenn es Coto mehr krachen ließe. Die wenige Action ist gut gemacht, aber immer recht kurz gehalten. Explosionen, eine kurze Verfolgungsjagd, mal der eine oder andere blutige Einschuss, doch der Höhepunkt dürfte wohl der Zweikampf sein, als sich Anderson gegen einen Killer behaupten muss. Das Finale ist auch gelungen, zudem recht spannend, wenn Anderson tausende von Menschen retten muss, in dem er die Bombe findet und entschärft.

Aber zwischendurch hat "Cover up" immer wieder Hänger, besonders mittig. Die Action konzentriert sich auf das erste und das letzte Drittel, so muss man im Mittelteil Andersons Recherchen ertragen.
Aber Dolph Lundgren macht seine Sache ganz ordentlich, auch wenn ihm die Rolle des Actionhelden besser steht. Mit Louis Gossett Jr. spielte er schon in "The Punisher" zusammen. Gossett Jr. reisst sich hier kaum ein Bein aus und kann wenig Akzente setzen. Genauso Lisa Berkley und John Finn, die restliche Riege interessiert sowieso kaum.

Hier wäre deutlich mehr drin gewesen. Mit mehr Action und dem legen von ein paar falschen Fährten hätte "Cover up" ein spannender und gut inszenierter Thriller werden können. So bleibt er purer Durchschnitt mit einer Story die kaum überrascht, brauchbaren Darstellern und ein wenig Action. Immerhin recht unterhaltsam, wenn auch nicht lückenlos.

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