Die Terrorgruppe Black October soll einen Überfall auf eine US-Basis in Israel verübt haben. Der Journalist und Ex-Marineoffizier Mike misstraut der offiziellen Version und beginnt zu ermitteln. Das gefällt CIA-Chef Jackson gar nicht.
Wie so oft beginnt ein Lundgren Streifen mit einer, hier mittelmäßigen, Actionsequenz, bei dem die Terrorgruppe Schwarzer Oktober (angereist vermutlich mit der Red October) eine eher lax bewachte US Marinebasis und klauen etwas, was aussieht wie eine unförmige Glühbirne, in Wirklichkeit aber der Behälter für ein unsichtbares Todesgas enthält, das schnell tötet und sich in 60 Sekunden spurlos wieder verflüchtigt.
Danach hält sich die Action aber spürbar in Grenzen. Anderson checkt in Israel ein, muß mit seiner Ex zusammenarbeiten (ich hasse diese abgenudelte Idee), Ermittlung hier, kleine Actioneinlagen mit Schießereien und Autoverfolgungsjagden da, alles wirkt irgendwie behäbig und seltsam unkoordiniert. Alles nicht wirklich schlecht, aber auch nichts, was außer der ungewohnten Optik des Drehortes Israel, irgendwie langfristig im Gedächtnis hängenbleibt.
Das Script leistet sich dabei viele Querschläger in die eigene Glaubwürdigkeit. So glaubt das CIA das Anderon am Überfall beteiligt war, owohl der nachweislich erst später im Land eintraf. Lustig auch der Unfall eines Autos über eine vielleicht 5 Meter hohe Böschung, sogar noch mit Gefälle, das unten natürlich explodiert, als sei ein Marschflugkörper eingeschlagen. Krönung aber ist die schiere Doofheit des Bösewichts, der anstatt es sich mit einem Bier vorm Fernseher gemütlich zu machen und das Chaos live anzuschauen, sich lieber vorher bei den Guten einschleicht und prompt getötet wird. Kleines Lob aber am Rande, die Auflösung des Schuldigen ist kaum vorhersehbar (außer beim zweiten ansehen natürlich).
Dolphi, das war für deine Verhältnisse nix. Zu viel Gelaber, zu wenig Thrill, da hilft auch nicht das ständige tragen eines Kotzbalkens im Mund.
4/10