Inhalt:
China..., zur Zeit der Qing-Dynastie (1644-1911 christlicher Zeitrechnung).
Marshal Chow Kwan Han ("Dorian" Tan Tao Liang) gelangt an eine dubiose Schatzkarte. Diese weist eine Schatztruhe aus..., die in der "Bloody Mill", einer Reis-Mühle die sich innerhalb einer Art Militär-Lager befindet, versteckt sein soll.
Um an den Schatz zu gelangen, benötigt er die Hilfe eines so gewitzt-arroganten wie starken KungFu-Fighters..., und dies ist Yin Gan To (David Chiang).
Dieser wartet indes in der Todeszelle eines Kerkers auf seine Hinrichtung.
Doch Marshal Chow bewahrt den smarten Delinquenten vor dessen Exekutierung. Yin will erst nicht mitmachen..., doch als Chow ihm mitteilt, dass auch die schöne Chai Lin (Chan Bik-Fung) bei dieser Schatz-Jagd dabei ist, ändert Yin seine Meinung.
Es steht eine gefahrvolle Mission an..., Chow Kwan Han führt neben Chai Lin und Yin Gan To nur wenige Getreue mit sich..., darunter der bärbeißig-wortkarge Sher Tai Shi (Tsai Hung).
Keiner traut dem anderen über den Weg..., es herrscht größtes Misstrauen innerhalb dieser Gruppe von Schatzjägern.
Gegenspieler von Chow und seinen Leuten ist der kalt-brutale und skrupellose Meister der "Bloody Mill", Wei ("Michael" Chan Wai-Man).
Im Lager um die Mühle..., sind seine Wachen und Schergen in Alarmbereitschaft.
Auf dem Weg verletzt sich Marshal Chow, der in eine aufgestellte Tierfalle gerät, schwer. Erst muss er genesen..., ehe er mit zwei Getreuen den anderen um Chai Lin, Yin Gan To und Sher Tai Shi folgen kann.
Die Schatzjäger lesen auf ihrem Weg zur "Bloody Mill" eine Gruppe Reisender auf..., darunter die so bildschöne wie schatzgierige Chow Yin (Kim Jeong-Nan).
Doch diese jetzt mitgeführten Reisenden haben es in sich. Es sind Spione von Wei, dem Mühlen-Meister.
Und so kommt es, dass die Vorhut um Yin Gan To von Wei gefangen genommen und als Gefangene ins Lager geführt werden können...!
Doch auch Marshal Chow erreicht das Lager.
Nach vielen Intrigen, Kämpfen und Wendungen -wer auf welcher Seite steht-..., kommt es in der "Bloody Mill" zum alles entscheidenden Show-Down..., zum mit aller Brutalität und blutiger Härte geführten Endfight..., jede/r gegen jede/n...!
Fazit:
Im Jahre 1979 drehte Genre-Routinier Pao Hsue-Li diesen recht ordentlichen, actiongeladenen Eastern für das kleine Label "Yen Sheng Film Co." in Hongkong.
Spannend-routiniert setzte Pao Hsue-Li diesen Actioner mit vielen klasse KungFu-Fights, einer nicht immer ganz einfachen Storyline und einem Cast mit hoher Eastern-Stardichte in Szene.
Die Atmosphäre ist gediegen..., es kommt wohliges Eastern-Feeling bei den Fans des Genres auf, und ein Star-Ensemble mit vielen bekannten Gesichtern -auch aus dem Shaw-Kosmos...- erfreut den Eastern-Anhänger.
Die Story ist durchaus Spannung erzeugend..., eine gefahrvolle Mission nach einer Schatztruhe..., und die Gruppe die da unterwegs ist, da traut keiner dem anderen.
Der Gegenspieler ist ein kalt-brutaler Typus Marke Tyrann..., und alles kulminiert zwangsläufig in pure Gewalt.
Tja..., hätte Pao Hsue-Li im letzten Drittel seines Streifens da nicht so sehr übertrieben..., was die Wendungen, wer da mit wem, wer da gegen wen..., usw., angeht.
Hier wäre eine klarere Linie hilfreich und besser gewesen..., da gerät doch einiges etwas durcheinander für den leicht überforderten Betrachter.
Aber die Action rockt alles dann am Ende noch aus diesen Schwulitäten..., und klar war ohnehin..., dass es zum Duell David Chiang vs. Chan Wai-Man kommen muss.
Die Darsteller agieren allesamt solide und spielfreudig..., vor allem David Chiang, der seine Rolle als smart-durchtriebener und cool-gewitzter Held hier genossen zu haben schien.
Tsai Hung sagt kaum was ..., ein bärbeißig-wortkarger Typ, der nur fightet und mürrisch guckend durch die Gegend geht.
Chan Wai-Man ist ein derart kalt-brutaler Villain..., dass man´s mit der Angst zu tun bekommt.
Tan Tao Liang..., wieder mehr KungFu-Fighter als Schauspieler. Aber er hebt die KungFu-Action hier einmal mehr ungemein. Diese Tritt-Techniken sind einfach nur genial-klasse..., visuell ansprechendes KungFu einmal mehr von Tan Tao Liang. Wenn er mitagierte..., war durch seine KungFu-Technik selbst der ansonsten schlechteste Eastern doch noch irgendwie sehenswert.
Seine Figur hält hier auch irgendwie die Dinge storytechnisch zusammen.
Die beiden Damen im Cast..., Chan Bik-Fung und Kim Jeong-Nam..., sie sind die geldgeilen Dollar-Prinzessinnen..., intrigant und verschlagen.
Doch sie fighten überraschend gut mit..., die Geldgier ins Gesicht geschrieben, berechnend..., und sie sind äußerst attraktiv.
Klar würde ich die beiden von der Bettkante schubsen..., wenn ich mit Jana Azizi verheiratet wäre..., aber nur dann.
Auch die illustren Gast-Stars sind zahlreich..., so entdeckt man Wang Chung als Tätowierer..., in kurzen Auftritten sind Fan Mei-Sheng, Wu Ma, Chang Yi-Tao und Wang Ching zu sehen.
Die KungFu-Action ist überdurchschnittlich gut..., es geht mit klassischen Techniken und starken Choreographien zur Sache... und das kernige Finale in der Reis-Mühle, deren Interieur im Endkampf eine nicht geringe Rolle spielt, rockt mit seinen Fights den Film noch aus dem Wendungs-Wirrwarr heraus.
Zahlreiche KungFu-Fights durchziehen natürlich auch diesen fernöstlichen Actioner..., und der Endfight ist hart und blutig..., jeder gegen jeden.
Pao Hsue-Li hätte mit den im letzten Drittel überbordenden Wendungen nicht so übertreiben sollen..., etwas mehr klare Linie hier, und es hätte für diesen Eastern, der mit starker KungFu-Action und einem solide agierenden Star-Cast besticht, zu mehr als 7 von 10 Punkten in meiner Bewertung locker gereicht.