Big Wars dürfte den Animefans die schon etwas länger dabei sind wohl auf jeden Fall was sagen. Zählt er doch zu den Filmen die damals auf VOX ausgestrahlt wurden und war auch im Videoprogramm von A.C.O.G. vertreten. Ich hab ihn damals auch auf VOX gesehen und hatte ihn sogar als ganz brauchbar in Erinnerung, doch nach dem ich ihn jetzt mal wieder gesehen habe, musste ich feststellen das meine Erinnerung mich da doch ganz schön getäuscht hatte.
Die story von Big Wars ist nicht nur ziemlich dünn und voll von Plotlöchern und Logikfehlern, nein auch ihre Umsetzung krankt Vorn und Hinten.
Doch kommen wir erst mal zur Geschichte an sich bevor wir uns mit ihrer Umsetzung beschäftigen.
Was mit spontan dazu einfällt ist: Schlechte Sci-Fi Story die man verzweifelt versucht hat mit christlicher Mythologie aufzuwerten, was leider furchtbar in die Hose ging. Da klaffen riesige Lücken in der Geschichte in denen unter anderem scheinbar die Logik komplett verschwunden zu sein scheint. Oder warum hat ein unbedeutender Kampfpilot der Götter einen Mikrochip mit den kompletten Konstruktionsplänen ihres geheimsten und mächtigsten Kriegsschiffes bei sich?
Wie soll die Aoba alleine die Hölle vernichten wenn es ein ganzer Flottenverband nicht geschafft hat? (von den Konstruktionsplänen wusste da noch keiner was!!!)
Warum hat Akuh am Ende plötzlich diese Vision die sonst nur die Leute haben die von der Götterseuche befallen sind?
Wieso schneidet die Ärztin Akuhs Rücken auf und fummelt dann mit einer Pinzette in der Wunde rum um herauszufinden ob ein Fremdkörper drin ist? Gibt’s in der Zukunft keine Röntgengeräte mehr?
Und warum hat ein einfach Motorboot plötzlich die Sprengkraft einer 20 Kilo Bombe.
Und das sind nur ein paar Beispiele. ^^’
Dazu kommt dann auch noch die holprige Umsetzung der eh schon schwachen Story. So wirkt der ganze Film irgendwie holprig. Einfach nicht rund. Irgendwie fehlt einfach die Harmonie, der rechte Zusammenhalt, zwischen den einzelnen Szenen. Auch die Charaktere bleiben leider sehr blass und entwickeln wenig Tiefgang. Besonders störend ist das bei Darsa, die ja nun eigentlich eine recht tragische Rolle hat. Doch leider kommt in keiner Sekunde irgendwie Feeling auf. Selbst bei ihrem tragischen Tod und der Nachricht die sie auf Akuhs Uhr gesprochen hat bleibt alles kalt und leer. Es will sich einfach keinerlei Beziehung zwischen Zuschauer und den Figuren im Film aufbauen.
Besser sieht es da schon auf der grafischen Seite aus.
Die Zeichnungen und Designs sind größten Teils ganz brauchbar und bei den Göttern gefallen sie mir teilweise sogar ganz gut. Besonders hervorragend ist aber auch hier nichts. Eher alles auf Mittelmaß.
Bei den Animationen genau das selbe. Wobei der Film hier sogar eher etwas schlechter abschneidet. Einem Film von 1993 sind sie jedenfalls absolut nicht würdig. Wenn man da die Referenzwerke dieser Zeit zum vergleich heranzieht..., na ja es bleibt zumindest ansehnlich.
Im Großen und Ganzen bleibt Big Wars aber auf jeden Fall ein unterdurchschnittlicher Vertreter des Sci-Fi-Genres und ist wohl höchsten für absolute Fans des Genres zu empfehlen.