„Taking Lives“ ist einer von vielen Thrillern, welche das Thema Serienkiller aufgreifen. Leider ist das Werk von Regisseur D.J. Caruso ein klein wenig bescheiden ausgefallen. Trotz dem Aufgebot der doch recht Namhaften Darsteller kann der Film zu keinem Zeitpunkt so richtig überzeugen.
Der Beginn ist auch aufgrund der doch recht guten Musik von U2, dicht gefolgt von The Clash und nicht zuletzt aufgrund der ersten paar Minuten doch recht vielversprechend. Als jedoch die Story in die Gänge kommen sollte, beginnt sie sogleich doch recht oberflächlich zu werden und strotzt nur so voller Klischees, welche jeder Thriller – Fan schon längst In- und Auswendig kennen dürfte. Irgendwie zu durchsichtig und an Inhaltlicher Tiefe mangelnd schleppt sich der Streifen über die ca. 98 Minuten Laufzeit. Überraschungsmomente sind zwar gelegentlich vorhanden, aber im großen und ganzen eher Mangelware. Konstant baut der Film an Spannung bis zum Ende hin ab.
Was die Darsteller betrifft, wäre es evtl. Sinnvoll gewesen, Kiefer Sutherland eine etwas größere Rolle zukommen zu lassen, da sein Part doch relativ klein ausgefallen ist. Angelina Jolie beweist mal wieder dass sie nicht zu Unrecht zur „Sexiest Women“ gewählt wurde, kann aber nicht wirklich in ihrer Rolle überzeugen. Und eine Dana Scully wird aus Ihr, trotz des Ranges eines Special Agent, noch lange nicht. Ethan Hawke bekommt auch irgendwie zu wenig Freiraum in seinem Part als Fiesling, hätte ihm wohl wesentlich besser gestanden als ein schleimiger Maler. Es wäre falsch, die Schauspielerischen Leistungen als nicht gut zu bezeichnen, aber wirklich überzeugen kann leider keiner der Akteure.
Alles in allem kann man sich „Taking Lives“ ohne weiteres ansehen, ohne es hinterher als Zeitverschwendung ansehen zu müssen. Trotz der durchschnittlichen Akteure und der mangelnden Spannung ergibt sich, warum auch immer, daraus ein doch zum Teil ganz unterhaltsamer Thriller, welcher aber wohl bald in den Tiefen der Filmgeschichte Hollywoods verschwinden wird.