Das Tennisteam am Los Angeles College ist ein ausgeflippter Haufen, aber vollkommen erfolglos. Der Schuldirektor sieht es nicht mehr ein, dafür Geld auszugeben und will das Team deswegen auflösen und gleichzeitig die Stipendien der Sportler streichen. Was nun? Trainer Chip Williams und seine Sportler wollen das natürlich verhindern und finden einen guten Grund, ihren Direktor dazu zu bewegen, bei einem Tennisturnier mitzumachen, das die Ehre des Teams und der Schule wieder herstellen soll. Doch es gibt ein Problem: Das Turnier soll in Las Vegas stattfinden und das ist nicht gerade die Stadt, in der man sich ausschließlich auf Sport konzentriert.
Jocks ist mal wieder so eine 80er Klamotte dessen Master Tape man eigentlich mittels Zeitmaschine umgehend wieder in diese Dekade zurückbeamen sollte. Im Grunde ist es ja die übliche Sportfilmplotte, in der ein Team voller Loser sich zusammen raufen muß, um am Ende die Fäuste in den Himmel zu recken und den Pokal in die Vitrine zu stecken. Heute geht's dabei um ein Tennis Team einer LA Universität, das bei einem Turnier in Las Vegas verdammt ist, denn sonst droht die Auflösung. Das keiner der Trümmertruppe den Eindruck macht, das er auf eine Uni gehört, statt bei einer beliebigen Burgerkette an den Grill, ist da ja schon beinahe selbstverständlich.
Jocks versagt dabei aber bei den wichtigsten Komponenten einer Komödie, denn der Humor ist altbacken und auch die Charaktere sind nicht gerade geeignet so etwas wie Sympathien oder Daumendrücken zu entwickeln. Wirkliche Lacher konnte ich bei mir jedenfalls nicht verbuchen. Wer allerdings bei Pubertärsprüchen wie "hey Baby, ich habe einen Big Mac in der Hose" sich vor Lachen ausschütten kann, der ist hier andererseits goldrichtig.
Auch die Figuren sind eher ein Kabinett des Grauens. Unser Held mit dem eher blöden Namen Kit ist so ziemlich genau das, was kein Trainer der Welt in seinem Team haben möchte, nämlich ein selbstverliebter Faulenzer mit Flausen im Kopf und notorischer Vergnügungssucht. Allerdings ist der Rest des Haufens kaum besser. Niemand sollte hier dabei auch nur ansatzweise ernsthaften Tennissport erwarten, denn eine sportliche Qualifikation schien beim Casting nicht wirklich eine Vorbedingung gewesen zu sein. Auch die Dialoge sind an der Grenze zum Fremdschämen, da hat selbst Boris Becker unmittelbar nach einem 3-Stunden Match intelligentere Sachen ins Mikro gestottert.
Über den Auftritt und eigentlichen Kaufgrund der DVD, nämlich die Beteiligung von Christopher Lee und dem Original Shaft Richard Roundtree, hülle ich mal barmherzig den Mantel des Schweigens, schließlich braucht jeder auch in schlechteren Zeiten ein Einkommen. Spaß gemacht hat dieser Tennistrip jedenfalls nicht, aber immer noch besser als die letzten Police Academy Werke.
3/10