Die Kritik beruht auf der ungekürzten DVD-Fassung von Screen Power!
"Pinochhio - Puppe des Todes" wurde im Fahrwasser der erfolgreichen "Chucky"-Reihe als direktes Konkurrenz-Produkt gedreht.
Angelehnt an der originalen, italienischen Vorlage der bekannten Geschichte um die berühmte Holzpuppe bietet Regisseur Kevin S. Tenney einen spannungsarmen Horror-Thriller mit teilweise schlechten Schauspielern, wozu auch die Puppe gezählt werden darf:
"Pinochhio", von der die eigentliche Bedrohung ausgehen soll, erweist sich aufgrund des niedrigen Budgets als schlecht getrickste Holzpuppe mit ein paar Kulleraugen und einer wenig furchteinflößenden Stimme, die nur Phrasen von sich gibt. Von zynischen und ironischen One Linern wie bei "Chucky" ist hier nichts zu spüren. Da das Geld für gute Special Effects fehlte sieht man bei den Angriffen lediglich den Oberkörper der Puppe, die anscheinend von einem Puppenspieler hin und her bewegt wird, um das Laufen zu imitieren. Selbst wenn der Holzkopf in bester "Chucky"-Manier zu einem Fleischermesser greift kommt kein Horror-Feeling auf, sondern vielmehr Schmunzeln.
Regisseur und Drehbuchautor Tenney hält sich zudem viel zu lange mit der Vorgeschichte auf, wobei zumindest die Auflösung zum Ende hin dem Zuschauer einen kleinen "Aha-Effekt" gönnt. Positiv sei noch zu erwähnen, dass bei zunehmender Anzahl an Opfern auch die Fähigkeiten von "Pinochhio" zunehmen:
so entwickelt sie sich im Laufe der Handlung von der leblosen, stummen zu einer mehr oder weniger lebendigen Puppe.
Der Bodycount hält sich in Grenzen und ist teilweise recht blutarm ausgefallen.
Spannung und Dramatik sucht man vergeblich, vielmehr gelingen Tenney ein paar Schocks mit Hilfe von Sound- und Musikeffekten.
Der Soundtrack ist als durchaus gelungen zu bewerten.
Das Finale verzichtet teilweise auf ein Happy End, was zu den wenigen guten und unerwarteten Momenten des Films zählt.
Insgesamt ein langweiliges Kasperletheater ohne nennenswerte Höhepunkte auf preisgünstigstem TV-Niveau.
Dafür gibt es 3 von 10 lange Nasen.