Inhalt:
China im Jahre 1675..., die manchurische Qing-Dynastie beherrscht seit etwas mehr als 30 Jahren das Reich der Mitte. Ihr Fürst Hong He ist zum Kaiser ausgerufen..., dessen Sohn Hong Chu will die Herrschaft konsolidieren, und hierzu die letzten Mandarine, die nach der Schlacht vom Tigerfluss in entlegene Schlupfwinkel flüchteten, ausrotten.
Einer von diesen Flüchtigen ist Shen Mo Chao (Chen Hsing), der sich mit seinen beiden fliegenden Guillotinen in das Tal des Todes zurückzog.
Einst beim Kampf verletzt und ein tödliches Gift in sich tragend, kann ihn nur das Gegengift, welches er aus den im Tal lebenden Schlangen gewinnt, am Leben erhalten.
Fürst Hong Chu will seiner habhaft werden..., um mit ihm und seinen fliegenden Guillotinen die letzten Feinde der Manchus schlagen zu können!
Shen´s Sohn..., ist Shen Piao (Carter Wong). Dieser will seiner schwer kranken Mutter (Ou Yang Shafei) helfen. Dies kann nur mit Hilfe des heiligen Buches "Dharmal" gelingen..., welches im Kloster der Shaolin verwahrt wird.
Um an das Buch zu gelangen..., muss Shen Piao 3 Kampf-Prüfungen durch die Mönche bestehen.
Nach harten Kämpfen schließlich, kann Shen Piao das Buch erlangen..., doch ein Verräter im Kloster, der für den Fürsten Hong Chu arbeitet..., hatte das Buch ausgetauscht. Die Mutter von Shen Piao stirbt schließlich..., das Buch "Dharmal" ist in den Händen von Fürst Hong Chu!
Das Buch "Dharmal" ist auch für Shen Mo Chao interessant, damit dieser letztendlich geheilt werden kann. Dies weiß der Fürst..., und will so Shen Mo Chao aus dem Tal des Todes locken.
Auch eine Abordnung des Shaolin-Klosters zusammen mit Shen Piao ist auf dem Weg in das Tal..., denn wenn Shen Mo Chao, der bärbeißig und nur schwer zu überzeugen ist, mit den Manchus zusammenarbeiten und die fliegenden Guillotinen in deren Hände fallen sollten..., würde dies die eiserne Herrschaft der manchurischen Qing stärken...!
Dramatische Kämpfe stehen nunmehr bevor..........
Fazit:
Im Jahre 1977 drehte Regisseur Raymond Lui diesen kurzweiligen (der Streifen hat auch lediglich 77 Minuten Laufzeit), rasanten Eastern-Actioner für das Studio "Success Film Company Ltd." in Hongkong.
Und es entstand ein unterhaltsamer, knackiger Eastern mit viel rasanter KungFu-Action und gelungener Eastern-Atmosphäre..., ein kurzer, kerniger Streifen mit vielen Fights, der den Eastern-Freund insgesamt bestens unterhält.
Die Atmosphäre, viel Outdoor..., mit etlichen Szenen aus dem Kloster der Shaolin..., oder pittoresken Fels-Landschaften, helle Bilder, satte Farben..., die safrangelben Kutten der Mönche..., das alles ergibt eine stimmige Eastern-Atmosphäre.
Die Storyline ist zudem durchdacht..., mit einem bärbeißigen, sturen Mann, der sich sowohl den Shaolin als auch den Manchus verschließt, letztendlich aber zur Räson gebracht werden muss, damit er und seine furchtbaren Waffen nicht den Manchus in die Hände fallen.
Dies muss der Sohn dieses Mannes..., und dieser Sohn weiß nicht, dass er eben dieser Sohn ist, bewerkstelligen. Er steht auf Seiten der Guten..., der Shaolin-Mönche.
Doch haben die Manchus als Faustpfand ein Buch in der Hand..., was den als Kollaborateur zu gewinnenden Mann in deren Hände bringen soll.
So ist denn die Story schon gut durchdacht.., und manche Wendung ist zudem eingebaut. Das macht die Geschichte, die für einen derart kurzen und vorrangig an der KungFu-Action interessierten Streifen schon recht komplex ist, überraschend interessant und spannend!
Und Raymond Lui gelingt es, das auch ziemlich stringent in Szene zu setzen..., gleichwohl es zur Mitte des Streifens etwas unübersichtlich wird, und es ganz am Ende auch etwas sehr ratzfatz zugeht. Sei´s drum..., insgesamt ging das aber noch in Ordnung, denn man blickt noch durch.
Chen Hsing spielt diesen bärbeißigen, sturen Typen im Tal des Todes..., diesen eigensinnigen Mann, wirklich überzeugend, das gefiel! Und die fliegenden Guillotinen machen ihn zu einem überaus gefährlichen Gegner!
Sein Sohn im Film, Carter Wong, ist der eigentliche Held, der seine Mutter retten will..., und sich gegen die Manchus und ihre Herrschaft und dafür auf die Seiten der Shaolin stellt. Gleichwohl er Zeit dafür braucht..., und erst ein Verräter innerhalb des Klosters zu enttarnen ist.
Das Wichtigste sind die vielen, kernigen und rasant-intensiven KungFu-Fights in diesem Actioner. Es wird sehr viel gefightet..., klasse KungFu, klassisch und dynamisch. Was alleine in den ersten 25 Minuten gekämpft wird..., boah!
Es ist ein Eastern, bei dem auf die KungFu-Action besonderer Wert gelegt wurde..., Chen Hsing und Carter Wong sind ausgewiesene Kampfkünstler..., die hohe Intensität der Fights und die herausragende Körperbeherrschung der Protagonisten..., die eingebaute Akrobatik und die rasche Abwechslung in den Aktionen..., das macht die Action sehenswert. Wegen ihr sieht man sich "The fatal flying guillotines" ("4 stahlharte Fäuste") an!
Die fliegenden Guillotinen, sie kommen zum Glück nicht so oft zum Einsatz, wie die Handkanten-Action. Wie üblich, wird diese wohl eher klobige Waffe erst durch Tricks und Schnitte zum zackigen Mordinstrument.
Eine Art Todes-Glocke mit eingebauten Sichel-Messern, die zusammenschnellen, sobald die Glocke auf dem Haupt des Opfers landet..., welches dann vom Rumpf getrennt wird.
Mörderisch diese Waffe. Doch sie untermalt eher die KungFu-Fights, als sie zu überlagern..., und das ist auch ganz gut so.
Nach dem Erfolg des Shaw Brothers-Eastern "Die fliegende Guillotine" (siehe mein Review auf dieser website), entstanden viele Nachfolge-Streifen mit dieser Waffe..., und dieser vorliegende Film ist einer von diesen.
"4 stahlharte Fäuste"..., ein insgesamt überzeugender, unterhaltsamer und kurzer Eastern..., mit viel kerniger Action und einer für einen Eastern dieser Gattung interessant-stringenten Story..., zudem ein Film für Fans von Chen Hsing und Carter Wong. 77 Minuten vergingen wie im Fluge....!
7,5/10.