Nach allgemein eher durchwachsenen Kritiken und Meinungen zu „Paparazzi“ muss ich sagen, das ich davon dann doch durchaus positiv überrascht war. Regisseur Paul Abascal hat nach ziemlich genau zehn TV-Serien seinen Einstieg ins Filmgeschäft in Form eines guten und durchaus spannenden Thrillers erfolgreich gemeistert. Neben Bruce Davey und Stephen Mc Eveety war auch noch Mel Gibson am Produzententeam beteiligt und schmuggelt sich sogar in einer ganz kleinen Nebenrolle in den Film.
Zur Story bleibt eigentlich nicht viel zu sagen. Selbstjustiz ist wohl immer ein Thema für sich. Unter anderem auch wann bzw. ob sie überhaupt jemals angebracht ist. In diesem Fall ist sie jedoch in einem klein wenig anderem Umfeld bzw. unter anderen Voraussetzungen doch gut gekonnt in Szene gesetzt. „Paparazzi“ weiß Inhaltlich als auch Spannungstechnisch gut zu überzeugen und hält letzteren sogar gekonnt auf einem relativ konstanten Niveau. Und auch das Finale ist nicht, wie so oft, Einfallslos sondern durchaus gut gelungen. Das nervige Blitzlichtgewitter sowie die damit in Verbindung stehende Verfolgungsjagd hat bei mir sogar ein klein wenig Wut auf die penetranten Verfolger erzeugt. Rein optisch gibt es auch nichts auszusetzen. Gute und schöne Bilder und auch die Kameraarbeit ist in Ordnung. Ausserdem kommt „Paparazzi“ gänzlich ohne größere Gewalt oder gar Blut aus, wobei ihm einer dieser beiden Punkte wohl doch zu etwas mehr Glaubwürdigkeit verhelfen hätte können.
Zwar ist der im Film gefeierte Star, Bo Larami (Cole Hauser), kein zweiter „Punisher“ jedoch kann dieser in seiner Hauptrolle durchaus überzeugen und man nimmt ihm die Rolle auch sehr gut ab. Seine Ehefrau Abby (Robin Tunney) gerät leider ein klein wenig aus dem Rampenlicht. Und auch der Rest der Besetzung macht seine Arbeit gut. Vor allem Tom Sizemore ist als „Anführer“ der Paparazzi – Gang in seiner fieser Art sehr gut besetzt und macht seine Arbeit hervorragend.
Alles in allem bietet „Paparazzi“ gute Unterhaltung der gehobenen Mittelklasse. Er kann Storytechnisch ebenso mithalten wie optisch. Und auch der Sound kann sich sehen lassen, ebenso wie die gut agierenden Darsteller. Ihm fehlt jedoch etwas die nötige Konsequenz und Ausdrucksstärke um oben mithalten zu können. Aber meiner Meinung nach wird man hiermit für gerade mal 80 Minuten doch gut unterhalten.