Review

Paparazzi (9/10)

Paparazzi ist ein seltsamer Film, eine Art, wie einige Kritiken schrieben, ein gewaltloser "Ein Mann sieht rot".

Dabei hätte alles so schön sein können. Ein Schauspieler wird von einer Horde geldgeiler Paparazzi verfolgt, nachdem er einem nach Nichtbefolgen der Bitte, seinen Sohn beim Fussballspielen nicht zu photographieren, eine auf die Nase gegeben hat.

Danach überschlagen sich die Ereignisse. Autounfall durch Verursachen der Paparazzi, Sohn fällt ins Komo, Frau verletzt. Um dies zu stoppen, verwickelt er die Aasgeier in allerlei Geschehnisse (nicht gewollter Unfall, Polizisten schiessen bewaffneten Mann nieder etc.).

Ist Paparazzi ein guter Film? Ja, denn er erreicht beim Zuschauer das, was er erreichen soll: der Zuschauer lebt mit, und der Hass auf die Störenfriede wird gesteigert, so dass der Abgang einiger Typen erleichternd aufgenommen wird.

Dennoch ist Paparazzi wie ein Porno, der in den besten Szenen geschnitten wurde. Um jeden zu erreichen, verzichtet er auf Gewalt, und klaut dem Zuschauer den Genuss der Rache.

Mir persönlich wäre am Abend des Betrachtens mehr Gewalt Recht gekommen, aber so ist die ganze Katharsis weg gewesen.
Denn wenn man schon einen Film macht, in dem solch ein Hass und Wut aufgebaut wird, und die Paparazzi allesamt Kriminelle und Vergewaltiger sind, dann hätte ich mir einen gehobenen Blutrausch gewünscht.


Dass soll jedoch jetzt nicht heissen, dass der Film schlecht ist, wie gesagt, er erreicht sein Ziel, ist gut gespielt und rasant, alles, was man von einem leicht angehauchten B-Movie erwarten darf.

Auf seinem Niveau sehenswert.

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