Review

Der Satansbraten ist binnen kürzester Zeit erwachsen geworden und verlässt so eindringlich die Pfade jeder Fortsetzungslogik. Dies kommt aber dem Film zugute, der sich der interessantesten Frage nach dem zweiten Teil annimmt, was denn der diabolische Filius so als ausgewachsener Bösewicht so treiben wird.

 „Das Omen III - Barbaras Baby", so der sperrige Titel, wird von allen Teilen der Originaltrilogie am schlechtesten bewertet. Ich bin da anderer Meinung. Der zweite Teil krankte an der ideenlosen Herangehensweise und Machart und generierte sich als deutlich schwächerer Aufguss des Vorgängers. Der dritte Teil nun versucht sich darin, so etwas wie eine Logik aus der Kernerzählung herauszuschälen und schafft es somit, einen recht interessanten Plot zu entwickeln, der die Erzählung dann zu einem wirklichen Abschluss bringen möchte.  


Neben dem grundsätzlich interessanten Handlungskern, bietet aber Teil 3 etwas, das dem zweiten Teil fehlte: Es gibt zahlreiche gelungene Szenen, die von gutem Schauspiel, guter Kameraarbeit und Spannung getragen werden. So macht der Monolog von Sam Neill mit der Jesusstatue ziemlich Laune, die Sets sind gut gewählt und stimmungsvoll eingefangen und durch die Opfergruppe kommt der Film auch ziemlich böse rüber. Ebenso bemüht man sich darum, die Mordszenen eindringlich zu gestalten. Da zuckt beim ersten Toten dann gerne noch der Fuß, wenn das Hirn schon an der Wand klebt. Ansonsten hält man sich bei der Gewaltdarstellung vornehm zurück, was Zeichen für eine kluge Regie ist. 

Fazit 

Zwar kommt das Schlussdrittel ohne Beschleunigung daher und der glorreiche Schlusston ist dann doch zu sakral geraten, aber insgesamt erweist sich der zweite Aufguss als stimmigerer Film, der meiner Meinung nach zu unrecht schlechter bewertet wird als der direkte Vorgänger. Diesem hat er die größere Eigenständigkeit, narrative Klarheit und das bessere Schauspiel voraus.     

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