Silver Hawk
Äußerst träger Fantasy-Action-Film um einen weiblichen Batman-Verschnitt (Michelle Yeoh), welcher im Kampf gegen den High-Tech Gangster Wolfe Unterstützung vom Cop Richman, ehemaliger Freund aus Jugendtagen, bekommt.
Oje Oje, dieser Film ist ein Reinfall auf der ganzen Linie. Schlechtes Drehbuch, schlechte Darsteller (keine Ahnung warum sich Michelle Yeoh für so was hergegeben hat), schlechte Fights, schlechte Gags und überhaupt nicht unterhaltsam. Da klauten sich die Macher quer durch artverwandte Filme, hauen alles in einen Topf, und heraus kommt Silver Hawk! Unglaublich das dieser Film sogar nen deutschen Release bekommen hat, wo doch viele Klassiker bis Heute nicht zu dieser Ehre kamen.
Aber ehrlich mal, die Grundvoraussetzung -einer größeres Budget- hatte der Film ganz offensichtlich, denn es gibt Teilweise große Sets zu sehen. Viel Chrom, Glas und elektronische High-Tech lassen so eine kalte und sterile Atmosphäre Entstehen. Doch anstatt darauf aufzubauen und den Hauptcharakter in dieser Welt eine Seele zu geben bleibt dieses Thema gänzlich auf der Strecke. Silver Hawk ist einfach da um das Böse zu bekämpfen und der Zuschauer wird oft Zeuge von seinen/ihren Einsätzen. Angerissene Handlungsstränge führen oft auch mal ins Nirgendwo und überlassen deren Auflösung dem Zuschauer und seiner Fantasie. Doch als wäre dies nicht schon schlimm genug muss sich der Zuschauer dann auch noch mit völlig belangloser Action abspeisen lassen. Häähh… ist dies nicht ein Hongkong-Film, haben die HK-Chinesen nicht die Action erfunden? Bei dem gesehenen ist dies eine berechtigte Frage, denn völlig lieblos choreographierte Kämpfe (viel zuviel Drahtseil und Akrobatik machen die sonst ästhetisch aussehenden Bewegungsabläufe völlig zunichte) wurden dann durch Schnitt und Montage total vergeigt. Keine Dynamik, keine Geschwindigkeit und nicht mal im Ansatz ein Hauch von Härte. Auch die sonst gebotene Action ist nur Stangenware und kann allerhöchstens im Showdown den Actionfan erfreuen. Ein paar Explosionen hier, ein bisschen zerbrochenen Glas da und fertig. Da hatte Hot War, ebenfalls von Jingle Ma, einiges mehr zu bieten.
Zugegeben ich bin nun nicht unbedingt ein Michelle Yeoh-Fan, aber selbst bei neutraler Herangehensweise ist Silver Hawk allenfalls für ihre Fans zu empfehlen.