Er ist klein, er ist garstig, er stinkt und seine Haut könnte mal wieder ne Faltencreme vertragen: Der Leprechaun. Das kleine, mysteriöse, irische Fabelwesen, das alles tun würde um sein Gold zu beschützen und dabei eine Liebe für sauber geputzte Schuhe hat! In vielen Kinder-Verfilmungen ist das Wesen aber lieb und tut keiner Fliege etwas zu leide! Nicht so in dieser Horror-Comedy von Mark Jones, die schon bald Kultstatus erreichte!
"Leprechaun" ist ein kleiner, blutiger und dabei recht witziger Horror-Happen für zwischendurch! Die Story ist dabei (natürlich) nicht sonderlich originell oder gar innovativ, reicht aber hierfür vollkommen aus und hat doch mehr zu bieten, als manch moderner Slasher!
Hauptsächlich lebt der Film von seiner Hauptfigur, der hier, von Warwick Davis, in bester Art und Weise leben eingehaucht wird. Man möchte fast meinen, das Warwick nie etwas anderes gespielt hat, so gut und glaubwürdig verkörpert er den Leprechaun. Seine ewig coolen und superwitzigen Sprüche sind dabei das Ah und Oh! Aber auch seine ständigen Spielereien, mit seinen Opfern, sind zum Brüllen!
Die Gore-Szenen sind allesamt recht gut gemacht und dürften Splatter-Kiddies genauso gefallen, wie dem normalen Horror-Konsumenten. Die Augen-Szene ist dabei besonders hervor zu heben!
Die restlichen Darsteller machen ihre Sache auch ganz gut, wobei Jennifer Aniston, die hier ihr Schauspieldebüt gab, aber etwas trottelig wirkt, wenn man es mit ihren heutigen Schauspiel-Qualitäten vergleicht!
In punkto Musik kann man auch zufrieden sein. Der Score ist O.k. und das, leicht irisch angehauchte, Titel-Theme passt super!
Fazit: Lustiges, leicht trashiges, Horror-Vergnügen für zwischendurch, mit einem grandiosen Hauptdarsteller, der alle Lacher auf seiner Seite hat. Gepaart mit ein paar netten Gore-Szenen und schicken Ideen, ist ganze gar köstlich, wenn man seine Ansprüche zurückschrauben kann und sich einfach mal leicht unterhalten lassen kann! Alle anderen sollten aber einen Bogen machen!
Wertung: 7,5+/10