Inhalt:
China nach dem Sturz der Qing-Dynastie in den postrevolutionären Jahren, die von Wirren geprägt sind. Der Warlord Yuan Shi-Kai wurde zum Präsidenten der noch instabilen Republik bestimmt, insgeheim will er zum Kaiser einer neuen Dynastie werden.
In Shanghai befinden sich seine Anhänger (u.a. Cliff Ching Ching), mit denen Gangster und die Japaner kollaborieren.
"Little Flower" (Chia Ling aka Judy Lee) ist eine hervorragende KungFu-Kämpferin. Ihr Vater ist tot, er leitete die Ching Wu-Kampfschule, und mit den Schülern dieser Schule soll "Little Flower" nach dem Willen ihres Vaters in Shanghai Kontakt aufnehmen.
In Shanghai hilft "Little Flower" den Schwachen, wie dem kleinen Gauner "Pickpocket" (Chan Wai-Lau), einem Taschendieb, oder einer Gruppe von Artisten. Und sie nimmt einen Job in einem Casino an.
Schließlich begegnet sie einem der Ching Wu-Schüler, dem Kämpfer "Stone" (Yeung Lun). Sie erfahren, dass ein anderer Top-Schüler, "Mercury", der 20 Japaner im Kampf tötete, untergetaucht ist.
Dann erfährt "Little Flower" vom Polizisten Frank Ba (Charles Heung) der mit den antirepublikanischen Kräften kollaboriert, dass dieser "Mercury" tötete!
Und "Stone" gerät in die Gewalt der Yuan-Anhänger.
Immerhin gelingt es "Little Flower" eine Namensliste mit den Schülern vor dem Zugriff durch die antirepublikanischen Kämpfer zu bewahren, und die Schüler für einen letzten Kampf in Shanghai zu kontaktieren.
Doch ist "Mercury" wirklich tot? Die Dinge nehmen eine überraschende Wendung..., und es kommt zum Show-Down, zum blutigen Kampf auf Leben oder Tod.......
Fazit:
"The Supergirl of Kung Fu" ist eine typische Eastern-Produktion vom Fließband, ein KungFu-Actioner im reellen Stil der Streifen Bruce Lee´s, aber hier mit einer weiblichen Fighterin als Star.
In im wesentlichen überzeugenden Kulissen und solider Ausstattung, ist die Storyline dieses Actioners zunächst wenig zusammenhängend wirkend, doch nach halber Laufzeit steigt der Spannungsbogen an, ist das ganze auf einem recht ordentlichen Niveau für einen kostengünstigen Eastern, und der Fan des Genres erlebt noch einen recht unterhaltsamen Film dieser Gattung.
Der Twist am Ende, und vor allem die in einem puristisch gehaltenen Stil vorhandenen KungFu-Fights die von der Technik Chia Ling´s und Charles Heung´s geprägt sind, reißen die Sache noch raus.
Ein noch ordentlicher und solide unterhaltender, einfacher Genre-Beitrag.
"The Supergirl of Kung Fu" braucht etwas Anlauf, die Darstellerin Chia Ling braucht etwas Zeit, sich in Shanghai erst einmal zurecht zu finden. Und so verläuft auch der Beginn der Storyline fast etwas inkohärent ab, was man schon als Manko dieses Films betrachten muss.
Doch mit der Begegnung der Heldin mit einem Kameraden, dass für sie -und damit für den Betrachter- dadurch die Dinge in Fluss kommen, und der Zuspitzung der Auseinandersetzung mit den Vilains, mit denen ein Polizei-Chief kollaboriert, nimmt die Sache langsam an Fahrt auf, und die KungFu-Fights nehmen an Quantität und Vehemenz zu.
Chia Ling (aka Judy Lee) ist hier die taffe, tapfere Heldin, die dies zumeist unaufgeregt spielt, aber nicht permanent im Zentrum steht.
Yeung Lun ist der junge Typ an ihrer Seite, hitzköpfig und unerfahren, muss er von Chia Ling fast an die Hand genommen werden. Charles Heung ist ein agiler Fighter, und in einer besonderen Rolle, er sorgt für den entscheidenden Twist im letzten Drittel des Films.
Die Villains sind natürlich böse, etwas stilisiert gezeichnet, nervös, gewalttätig und ihr Hintergrund nur wenig ausgeleuchtet.
KungFu ist das Wichtigste im Eastern. In klassischen Techniken, in einem puristischen Stil wird hier gefightet, solide Choreographien, und vor allem Chia Ling und Charles Heung können ein technisch beschlagenes KungFu hier zeigen. Im Endfight kämpft Chia Ling mit zwei kurzen Kampfstäben, Charles Heung funktioniert einen Regenschirm ala Jackie Chan zur Waffe um, und es kommt zu einem letzten entscheidenden Kampf.
"The Supergirl of Kung Fu" ist ein einfacher, anfangs inkohärent wirkender, dann noch solide unterhaltender KungFu-Actioner, mit wenig Ambition und Anspruch. Fans des Genres dürften den Film quasi "im Vorübergehen" betrachten, was für "zwischendurch" und dank Chia Ling und Charles Heung noch knapp über dem Durchschnitt.
5,5/10.