Review

Nachdem Jamie Foxx von seiner Freundin verlassen wird, schreibt er ein Buch mit Ratschlägen, wie man sich perfekt von seinem Partner trennt und wird über Nacht zum Star. Doch dann wenden sich sein Arbeitgeber und sein Freund an ihn und wollen ebenfalls von seinem Wissen profitieren und infolge dessen kommt es zu einigen unglücklichen Verwechslungen.

Mit "Breakin` all the Rules" wird die Serie der amerikanischen Teenie- und Verwechslungs-Komödien fortgesetzt und natürlich wird das Genre dabei nicht gerade neu erfunden und selbstverständlich hat die Story nicht einmal einen Ansatz von Tiefe. Dennoch ist sie gar nicht mal so schlecht. Die wesentlichen Bestandteile einer Verwechslungs-Komödie sind enthalten und darüber hinaus gibt es die eine oder andere unvorhersehbare Wendung, wobei der Film natürlich dennoch auf sein vorhersehbares und stereotypes Happy-End zuläuft. Stellenweise gibt es ein paar fähige Ideen, die das Verwirrspiel besser gestalten, dafür ist der Film im Endeffekt leider doch ein bisschen überkonstruiert. Darüber hinaus haben die Dialoge einen guten Wortwitz. Alles in allem ist die Story akzeptabel.

Daniel Taplitz, der bisher kaum als Regisseur in Erscheinung treten konnte, leistet solide Arbeit. Die Filmmusik ist ordentlich und kann vor allem die amüsanten Momente gut unterstreichen. Die Gags dosiert er routiniert und verspielt die amüsanten Szenen nicht. Am wichtigsten ist jedoch, dass er das Erzähltempo die ganze Zeit über hoch hält. Der Film ist damit zwar sehr kurzweilig, kommt aber zu keinem Zeitpunkt zum stehen, es gibt kaum Komödien, die schneller geschnitten sind. Damit ist der Film überaus unterhaltsam und unterhält von der ersten bis zur letzten Minute und landet im soliden Mittelmaß und ist als Unterhaltung für zwischendurch auf jeden Fall empfehlenswert, obwohl sich die Welt auch ohne den Film vermutlich weitergedreht hätte.

Jamie Foxx ist nach "Ali" in einer seiner letzten Rollen vor seinem endgültigen Durchbruch zu sehen. Bevor der Oscar-Preisträger mit seinen beiden nächsten Rollen in "Collateral" und "Ray" unter Beweis stellte, wie groß sein Talent wirklich ist, präsentiert er sich auch hier relaltiv stark. Der ehemalige Comedian ist immer noch überaus lustig und sorgt für die meisten amüsanten Stellen. Gerde weil er die ganze Zeit über lässig spielt und nicht mit aller Macht versucht lustig zu sein, ist seine Darstellung so amüsant. Lediglich seine ungewohnte Synchronisierung nervt. Gabrielle Union spielt überaus charmant und trägt damit genauso zu der gelungenen Unterhaltung bei, wie Morris Chestnut, der eine seiner besten Leistungen seit langem zeigt.

Fazit:
"Breakin` all the Rules" ist eine belanglose, aber überaus unterhaltsame Komödie. Mit ein paar soliden Wendungen, einigen amüsanten Gags und guten Darstellern ist der Film im oberen Mittelmaß anzusiedeln und für zwischendurch empfehlenswert.

Details
Ähnliche Filme