"Zu Leben verstehen wir Deutschen vielleicht nicht, aber sterben, das können wir fabelhaft."
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Nach einem kurzen Heimaturlaub verlässt Kapitänleutnant Liers, unter Jubel der Bevölkerung, seine Heimatstadt Meerskirchen und begibt sich mit seinem U-Boot auf Feindfahrt. Seine Mutter, die schon zwei ihrer Söhne im Krieg verloren hat, zweifelt an dem Sinn des Krieges.
Zuerst ist die Feindfahrt erfolgreich und man versenkt einen Kreuzer. Doch dann gerät das U-Boot in eine englische U-Boot Falle, der sie nur knapp entkommen kann. Ein herbeigerufener Zerstörer rammt das U-Boot und es sinkt auf den Grund.
21 Mann der Besatzung sind tot, 10 Leben noch. Das U-Boot kann nicht mehr auftauchen und es gibt nur 8 Tauchretter.
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Oft verrufen als erster Propagandafilm des NS Regimes, hat der Film einen Tag nach der Machtergreifung Hitlers am 31.01.1933 seine Kinopremiere in Essen. Die Premiere in Berlin am 2. Februar wird von Hitler und seinen Anhängern besucht.
Für seine spätere Kinoauswertung unter der NS Herrschaft wird der Film jedoch nur zensiert freigegeben. Alle Kriegs-Kritischen Aussagen mussten weichen.
1945 wurde der Film von den Alliierten verboten und erst 1986 wieder mit einer Freigabe ab 18 Jahren veröffentlicht.
Schaut man den Film heute an, muss man ihm zugestehen, dass er sehr gut umgesetzt ist. Viele Szenen erinnern an "Das Boot". Teils auf einem U-Boot, teils in Kulissen gefilmt, gibt es dem Film einen dunklen, realistischen Look.
Überhaupt ist der Film recht düster. Die meisten Szenen in Meerskirchen spielen ebenfalls in der Nacht.
Die Darsteller sind gut und der Film appelliert wie viele Werke dieser Zeit an den Nationalstolz der Deutschen.
Aber hier wird der Krieg nicht verherrlicht. Liers Mutter erinnert den Zuschauer daran, dass auch ein Sieg nicht ohne Opfer auskommt und auch nur Menschen auf beiden Seiten sterben.
Trotzdem wird sehr an Nationalstolz, Ehre, Opferbereitschaft und Pflichterfüllung appelliert, was den Gesamteindruck dieser technisch hochwertigen Produktion trübt.
Aber dieser Film ist kein NS Propaganda Werk, sondern vielmehr der letzte Film der Weimarer Republik!
6/10 Punkten