"Skeleton Man" gehört zu jener Sorte von Filmen, die man auf keinem Fall Ernst nehmen darf, denn dieser Film ist Trashfun in Reinkultur - billig, blutig, niveaulos aber spassig.
Grob geht es um eine vermisste Special Forces Einheit, die von einer Gruppe der besten Elitesoldaten aufgespürt werden soll. Doch die vermisste Gruppe ist schon längst im Soldatennirvana, denn eine merkwürdige Kreatur mit einer lustigen Maske auf einem Pferd treib dort sein lustiges Zehn-Negerlein-Spiel und mordet von früh bis spät fröhlich hin und her. Nachdem die Truppe der Elitesoldaten unter Führung von Captain Leary (Michael Rooker) scheinbar ziellos im Wald umher irrt, triff sie nach einiger Zeit auf einen alten Indianer. Dieser erzählt etwas von einem psychotischen Krieger, der seine komplette Sitte abschlachtete und jetzt dieser ominöse "Skeleton Man" sein soll. Danach wird dann die Truppe nach und nach vom scheinbar unbesiegbaren Kapuzenmörder dezimiert, der ziemlich forsch und direkt zu Werke geht. Die Situation schein schon aussichtslos, doch dann hat Captain Leary eine Idee...
Das die Story in solch einem Film nicht gerade sehr sinnvoll und tiefgründig ist, dürfte sich wohl von selbst verstehen. Grob betrachtet ist das Ganze eine Mischung aus "Predator" und "Sleepy Hollow" ohne aber im Geringsten deren Klasse zu erreichen, was sich aber bei einem von Nu Image produzierten Film von selbst versteht. Auch die schauspielerischen Leistungen sind nicht gerade sehr überzeugend. Vor allem Micheal Rooker und Casper van Dien wirken teilweise sehr unterfordert. Von beiden ist man weitaus besseres gewohnt, doch dieser Film lässt von seiner Machart her schon keine Topleistungen zu.
Auch bei den Effekten hat man nicht immer gute Artbeit geleistet. Manchmal ist das Gezeigte wirklich absolut inakzeptabel, doch der Großteil der gezeigten Mordszenen inclusive den obligatorischen Körperteilverlusten ist ganz ahnsehnlich, dem Budget entsprechend, inszeniert.
Der "Skeleton Man" selbst ist auch recht billig gemacht, ein man im Skelettkostüm und schwarzen Umhang auf einem Pferd - Hardcoregrusel in Reinkultur......sieht aber ganz lustig aus wenn das Kerlchen auftaucht und seinem Hobby nachgeht.
Regiemäßig ist die Arbeit von Johnny Martin nicht wirklich sehr überzeugend, teilweise sind grobe Schnittfehler vorhanden. Andererseits könnte man natürlich argumentieren, dass genau dies den Trashfaktor erhöht und so für mehr Promillefun sorgt.
Objektiv betrachtet ist "Skeleton Man" ein ziemlich schlecht gemachter Film, der aber gerade durch diesen "Billig-Look" an Charme gewinnt und unterhaltsam wird. Für Leute, die anspruchsvolle Inhalte erwarten, ist dieser Film wirklich nicht zu empfehlen. Möchte man jedoch mal einen trashigen und harten Film sehen, der trotz einer inszenatorischen Schwächen unterhalten kann, dann ist "Skeleton Man" eine gute Wahl.
4 von 10 Punkten.