Abt. Nu Image goes Horror
Der Teaser des Films fängt schonmal nett an, ein Sensenmann Verschnitt mit Cape und vom Karneval übriggebliebener Schädelmaske zerlegt zwei Archäologen und zwei Arbeiter. Szenenwechsel zu zwei Delta Force Soldaten, die den Rest ihres Teams während einer Trainigsmission bereits verloren haben werden gezeigt. Deren Gesichter muß man sich jedoch nicht einprägen, da der böse Skeleton Man sie zwei Screenminuten später wieder mit ihrem Team vereinigt, sprich umbringt. Im dritten Anlauf fängt dann die eigentliche Handlung an. Ein Rescue Team soll die vermißten Soldaten aufspühren, es besteht political correct aus jeweils vier Männlein und Weiblein und das 10 kleine Negerlein Spielchen kann beginnen.
Ums vorweg zu nehmen, Skeleton Man ist ein ganz billiger Predator Rip-off und ein absolut gülliger noch dazu. Die Rettungstruppe sieht aus wie ein wandelnder Angelausflug und nicht wie eine Elitetruppe, die Dialoge sind grottig, das Drehbuch hinkt und die Special FX auf qualitativer Sparflamme. Ganz fies war auch das unser Skeletor mit bürgerlichen Namen Cottonmouth Joe heißt, was bei mir bewirkte das ich den Rest des Films den Song Cotton Eye Joe von Rednex als Ohrwurm hatte. Die Protagonisten benehmen sich sowas von dämlich (unnötiges trennen von der Gruppe, sinnloses ungezieltes Geballere), ach es gäbe genug zu kritisieren um sich die Fingerkuppen blutig zu schreiben.
Kleiner Abstecher mal zu den Schauspielern. Der bekannteste Name im Ensemble ist sicher Casper van Dien, dessen Karriere langsam aber sicher im Endstadium angekommen ist, wenn er selbst in so einem zweitklassigen Billighobel nicht mal mehr die Hauptrolle spielen darf, ja die wilden Rico Jahre sind vorbei. Desweiteren gibts das blonde final Girl, bei dem ich mich echt gefragt habe ob da nicht Paris Hilton unkreditiert mitgewirkt hat, der gleiche lasziv dämlich desinteressierte Gesichtsausdruck, faszinierend. Richtig Mühe von der Darstellerseite aus gibt sich jedenfalls keiner.
Trotz allem hat mir aber der Film durchaus ein wenig Spaß gemacht. Wenn man mit der richtigen Prämisse an den Streifen rangeht, erlebt man einen lustigen Trashpartyfilm. Wer erwartet denn von einem Nu Image Heuler mit Van Dien im Cast oscarreife Leistungen? Man erwartet billige vorhersehbare Unterhaltung ohne geistige Höhenflüge und das bekommt man hier auch. Der Film spielt in flottem Tempo, es gibt keine hinderlichen Lovestories oder irgendwelche melodamatischen Tragödien. Die Message lautet schlicht Skeleton Man metzelt alles nieder was in Waffenreichweite ist, Punkt aus und fertig. Der Bodycount ist hoch, ständig explodiert etwas und ein paar gorige Szenen sind ebenfalls dabei. Von mir mal wieder den Mittelwert aus normaler- 2/10 und Trashsicht 7/10
4,5/10