Review

kurz angerissen*

In trauter Gesellschaft war „Katzenmenschen“ als subtiles Horrordrama zu seiner Entstehungszeit nicht, wurde der Markt doch von zumeist vordergründigen Monsterfilmen dominiert. Zu einem Nachteil geriet ihm das im Laufe der Zeit jedenfalls nicht; mit seiner unnahbaren, beinahe unsympathischen Hauptdarstellerin, der bizarr-unwirklichen Atmosphäre und der brisanten Thematik sticht Jacques Tourneurs Werk deutlich aus der Masse heraus. Schattenspiele helfen ihm dabei, Offenkundiges zu verschleiern. Sie erhöhen den Suspense und mit ihm das paranoide Verhalten der Charaktere. Zwar erfordert „Katzenmenschen“ beim Zuschauer ein hohes Maß an Imaginationskraft, weil Schauwerte auf einem geringen Level bleiben; in den Subtexten des Films hingegen verbergen sich reichhaltige Inhalte zum Thema Urinstinkt und Begierde.

*weitere Informationen: siehe Profil

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