Review

Dieser kleine, nur in Insiderkreisen hochgeschätzte Klassiker ist geradezu ein Wunder der Komprimierung. Ohne jegliche Gewalt je im Bild zu zeigen, konzentriert er seine schreckliche Geschichte auf extrem kurze 75 ein und wirkt so in keiner Szene langweilig, dafür aber über die volle Distanz höchst mysteriös. Obwohl die außerirdische Herkunft der psychisch begabten Kinder ständig im Raum steht, kokettiert der Film nie damit, sondern konzentriert sich auf die Situation in der verschlafenen Kleinstadt schlechthin, um nur in kurzen Zwischenschnitten, die Regierungskreise zu zeigen, die das Geschehen berührt. Im Fokus steht mehr oder weniger nur George Sanders Lehrer, der hofft, in der kleinen Gruppe einen Funken Menschlichkeit, Moral oder Mitgefühl zu finden oder anzuerziehen.
Dieser heroische Versuch und sein Scheitern führt zu einer für den Film fast selbstverständlichen Konsequenz, die den teuren Einsatz eines Militärschlags etwa unnötig macht. Mit absolut ruhiger Vorgehensweise führt uns Regisseur Silva auf den Schlußhöhepunkt zu, der dann in den letzten Sekunden von extremer Dramatik ist. Bis dahin regiert die Ruhe, unterbrochen nur von den unheimlichen Blicken der Kinder und ihren leuchtenden Augen in den blassen Gesichtern, die tödliche Katastrophen verursachen. Trotzdem sind die Szenen, die sich mit der mysteriösen Ohnmachtszone am Anfang befassen, beinahe noch die besten.
Die Kinder sind hervorragend ausgesucht und strahlen eine Kühle aus, die seinesgleichen sucht.
Technisch etwas unterdurchschnittlich macht der Film das Beste aus seinem vermutlichen Minibudget, auch wenn das Haus in der Schlußszene überdeutlich ein Modell ist.
So reiche ich einen Geheimtip an Uneingeweihte weiter - ein kleiner, atmosphärischer Schatz aus den auslaufenden Fünfzigern, mehr Horror denn nominelle SF - so etwas gehört in jedermanns Erfahrungsschatz, der Phantastik liebt.
Eine intensive Erfahrung: 8/10.

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