Der Film beginnt mit einer schrägen Szene. Zwei Killer betreten ein Blindenheim, bedrohen eine dortige Angestellte und töten einen Mann. Einem der Killer, Charlie kommt der Auftrag seltsam vor. Das Opfer versuchte nicht zu entkommen und der Auftrag zu leicht um dafür soviel Geld zu bekommen. Außerdem erkennt Charlie in ihm den ehemaligen Rennfahrer Johnny North. Die beiden Killer beginnen nun nachzuforschen, denn es schreit danach dass hinter dem Auftrag eine Beute von einem Raubüberfall dahinter steckt. Beide fahren nach Florida, wo sie in der Vergangenheit ihres Opfers herumschnüffeln und bald eine traurige Geschichte zu hören bekommen.
Vorab ich habe das Original von 1946 noch nicht gesehen, kann also keinerlei Vergleiche der Fassungen machen. Der Film wird auf zwei Ebenen erzählt, einmal in Rückblenden die Geschichte des Rennfahrers und seines langsamen Unterganges und andererseits aus der Sicht der beiden Killer. Diese Rückblenden werden aus der Sicht von Wegbegleitern erzählt. Die Geschichte ist zeitlos: Ein Rennfahrer gerät an eine Femme Fatal und schlittert langsam in die Verbrecher Szene ab. Diese Handlung wird die Film Noir Fans wohl kaum überraschen. Die Figuren sind zynisch, kalt und unberechenbar. Bei den Schauspielern hatte Regisseur ein glückliches Händchen: Lee Marvin, John Cassavetes, Angie Dickinson und Ronald Reagan als böser Gangsterboss. Von diesem Gespann stich Lee Marvin besonders hervor, durch seine Darstellung des eiskalten Killers der aber nun endlich das große Geld zum Aussteigen wittert. John Cassavetes überzeugt auch als Rennfahrer Johnny North der langsam seinen Untergang zu steuert. Es ist auch kein Wunder denn bei der attraktiven Angie Dickinson wird wohl so mancher Mann schwach. Sie hatte auch offensichtlich ziemlich Spaß darin mal in so eine Rolle zu schlüpfen. Auch in der Handlung der zweiten Ebene überzeugen die Darsteller und Ronald Reagan mal als Schurke zu sehen hat auch seinen Reiz.
Ursprünglich war The Killers, so der Originaltitel, ja als TV Film gedacht. The Killers ist allerdings zu gut um als Fernsehfilm in die Geschichtsbücher einzugehen. Ein Grund sind sicher die unterschiedlichen Perspektiven, als auch die doch drastische Darstellung von Gewalt. Trotz eines Aufgebots an bekannten Namen, behält The Killers den Charme von B-Filmen und farbenfrohes 60er Jahre Flair. Die einfache Geschichte zieht einem ziemlich schnell in den Bann, obwohl der erfahrene Gangster Krimi Gucker sich durchaus bewusst ist worauf alles hinausläuft. Regisseur Don Siegel, einer der wohl unterschätzten Regisseure der Filmgeschichte, sollte hier einen schnörkellosen und zynischen Gangsterkrimi abliefern der aber genau darin seinen Reiz behält. Am Ende wartet ein blutiges Finale und einer Wendung, aus der ersichtlich wird, dass man nicht jeder Geschichte einfach glauben sollte. Kein Wunder dass schon so mancher schon Point Blank als eine Art Fortsetzung von Der Tod eines Killers gesehen hat.
FAZIT: Der Tod eines Killers bleibt ein interessanter Krimi, der dank der schnörkellosen Regie von Don Siegel und großartigen Schauspielern auch in kleineren Rollen überzeugen kann.
"You see, the only man that's not afraid to die is the man that's dead already."