Ein "Frostical" mit Caterina Valente, von Regisseur Kurt Hoffmann, frei nach Motiven der Brüder Grimm. Dr. Anita Rossi (Valente), Fachfrau... äh, sorry... Fachfräulein für Heizungsanlagen, wird von Ex-Banker Norbert Lang (Walter Giller) beauftragt, um die völlig veraltete Heizung des Hotels Alpenblick, das er von seinem Onkel geerbt hat, über Weihnachten zu überprüfen. Als sie bei der Anreise mit ihrem BMW-Sport-Coupé im Schnee stecken bleibt, sucht sie Zuflucht in einem Waggon, in dem sieben Zirkusartisten leben, die ihr (& ihrem Pudel Herr Schmidt) aus der Patsche helfen.
Im Hotel residiert auch die wasserstoffblonde Sängerin (& hauptberufliche Stripperin, mit Texten wie "Ist doch wieder... mal mein Mieder... mir zuwider") Ines del Mar (Hanne Wieder), welche vom Hotelier für einen Gesangsauftritt zu Silvester engagiert wurde. Indes ist die Heizung kurz vorm Verrecken & als sich auch noch das unzufriedene Hotelpersonal verabschiedet, sieht es ziemlich düster aus. Da hat Fräulein Dr. Rossi eine Idee.
"Frisürchen, Frisürchen, passend zum Figürchen" (Hier reimt & singt sogar der Friseur bei der Arbeit)
Das vermutlich einzige "Frostical" der Filmgeschichte ist ganz auf seinen Star zugeschnitten. Caterina Valente singt & tanzt, lacht & schmollt, freut sich & ärgert sich, packt an & hängt rum, organisiert & albert herum, versprüht Freude & ist so bezaubernd, dass man sich ihrem Charme kaum entziehen kann. "Ihnen kann man ja nicht nein sagen. Kann man nicht." Sagt der Norbert & hat völlig recht.
Dabei verläuft ihre erste Begegnung suboptimal & die Anita (aka Schneewittchen) ziert sich lange, bis sie ihrem "Prinzen" schließlich doch in die Arme fällt, sehr zum Missfallen der (bösen "Stiefmutter") Ines, die den Hotelier offensiv bezirzt & nicht müde wird, dem Fräulein Doktor Steine in den Weg zu legen. Die Songs sind flott & gehen ins Ohr (bei Herr Schmidt kläfft/jault sogar der Pudel mit), das Geschehen ist recht turbulent (manchmal mit etwas alberner Schlagseite), es gibt schöne Winterlandschaften, einen drolligen Spezial-Effekt (Blitze versprühende Augen), eine nette "Splatter"-Szene (im Theater), einen tollen Mix aus Ski-Slapstick- & Stunts & einmal läuft sogar ein Löwe durchs Hotel. Caterinas letzter Auftritt im Zirkus ist zudem atemberaubend gut gefilmt. "Oh, isn’t it wonderful?" Ja, irgendwie schon. Aber Bonjour Kathrin hat mir doch ein Stück besser gefallen.