Es darf mal wieder ein Meteorit auf der Erde landen, welcher eine außerirdische Lebensform beherbergt. Diese verbindet sich mit einem zufällig anwesenden Motorradfahrer, welcher sich nun in eine unaufhaltsame Kampfmaschine verwandelt. Fahrer und Motorrad sind nun völlig kugelsicher und können sich sogar unsichtbar machen.
Nun fragt man sich natürlich, was der ganze Mist soll und ganz besonders nach dem "Warum"? Da hat auch die CIA ihre Finger im Spiel, denn Agent Wood (Michael Vachetti) soll geführt vom Marine Kirby (Charles Wesley), genau in jenes Gebiet vorstoßen, wo der Meteorit gelandet ist.
Mit von der Partie sind zwei junge Marines, die mit ihren pubertären Gefasel schnell nerven, die Ärztin Lee (Cassandra Ellis) mit telepathischen Fähigkeiten und der dubiose Dr. Adams (Robert Staccardo), welcher sich später noch zum Problem entwickelt. Hauptfigur Kirby hat man schnell noch ein Trauma verpasst, welches durch Lee´s telepathische Fähigkeiten noch ans Tageslicht kommen darf. Alles in allem die typischen Charaktere aus der Krabbelkiste, immerhin verschont uns Regisseur Tom Callaway vor einer Romanze.
Der Meteorit darf auch direkt nach der fetzigen Titelmelodie landen und es dauert keine fünf Minuten, bis er mit dem Biker verschmolzen ist. Sogleich macht er sich über den dortigen Funker her, denn wir befinden uns auf Sperrgebiet. In einer klapprigen Holzhütte wurde nämlich eine geheime Funkzentrale der CIA eingerichtet, die der Agent Coletta (Stephen O´Mahoney) alleine führt. Zwar sieht die Explosion des LKWs recht gut aus, aber der Auftakt ist dank mieser Effekte und amateurhafter Inszenierung schon mal daneben gegangen. Auch fragt man sich warum die Laser am Motorrad einmal einen LKW in die Luft jagen und ein anderes Mal nicht mal einen Menschen verletzen können. Richtig zielen kann der Außerirdische auch nicht. Kurze Zeit später taucht dann die Gruppe um Kirby am Ort des Geschehens auf, natürlich hat ihnen Woods einige Dinge verheimlicht, zum Beispiel hält die CIA dort ein außerirdisches Artefakt versteckt, hinter welchem der Biker nun her ist. Der darf alle fünf Minuten aus dem Nichts auftauchen, ein paar Runden drehen, ein bisschen ballern und dann verschwindet er wieder. Warum nimmt er nicht dem toten Colleta einfach den Schlüssel ab und holt sich das Artefakt?
"Murderbike" ist schwachsinnig von Anfang bis Ende, Logiklöcher wo mehrere Motorräder durchfahren können gibt es am laufenden Band, die Figuren stellen sich dämlich an und langweilig ist die Chose auch noch. Obendrein hat Callaway das Ganze dermaßen blutleer inszeniert, dass der Film locker eine FSK 12 Freigabe bekommen würde. Goreeffekte oder wenigstens blutige Einschüsse gibt es gar nicht, sondern nur ein paar belanglose Ballereien, wo auch noch die Waffen total unecht klingen und die Kohle oft nicht mal für Einschusslöcher reichte. Da Handgranaten hier keine größere Wirkung als ein Silvesterböller haben, lässt sich der Alienbiker dadurch nicht aufhalten und dezimiert die kleine Gruppe. Wer hier ins Gras beißen muss, ist von vorne rein klar, später taucht auch noch so ein Alienfanatiker auf, der angeblich im Sperrgebiet lebt.
Aus der Kulisse hätte Callaway durchaus etwas machen können, denn der unterirdische Bunker und die kleine Geisterstadt hätte man schön gespenstisch ins Szene setzen können, doch das Ganze spielt sich bei Tageslicht ab und Callaway hat nicht das geringste Können, um wenigstens einen spannenden Moment heraus zu kitzeln. Hier herrscht höchstens ein wenig unfreiwillige Komik, jedoch finde ich die Titelmelodie gar nicht mal übel. Die Darsteller sind aber unterste Schublade, Charles Wesley (3 Days Gone, Dummy Hoy) und Kollegen schauspielern erbärmlich. Und ist gerade der Alienbiker nicht zugegen, nerven sie uns mit dummem Gequatsche über die Telepathie, oder sonstige unrelevante Themen.
Das ist schon unterstes Niveau, besonders Story und Dialoge verursachen Hirnschäden. Die wenigen Actionszenen sind ganz mager, Spannung gibt es nicht, blutige Szenen auch nicht und brauchbare Darsteller erst recht nicht. Nicht mal die unfreiwillige Komik will so recht funktionieren, weil sich "Murderbike" total ernst nimmt. Trash sollte zumindest unterhalten, aber hier regiert nur die Langeweile.