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Mit Men of War liefert Regisseur Perry Lang einen überdurchschnittlichen Actionfilm der 90er, der vor allem durch einen engagierten und charismatischen Dolph Lundgren in der Hauptrolle getragen wird. Lundgren spielt den Söldner Nick Gunar, der mit seinem Team auf eine tropische Insel geschickt wird, um die einheimische Bevölkerung im Auftrag eines Konzerns zu vertreiben – entscheidet sich jedoch, die Bewohner gegen seine Auftraggeber zu verteidigen.

Die Story folgt dabei zwar weitgehend den bekannten Genremustern und bedient die typischen Klischees des Söldner-Actionfilms, bietet aber genug Spannung und Dynamik, um über die gesamte Laufzeit zu unterhalten. Besonders positiv fällt der stimmige Härtegrad auf: Die Action ist ruppig, kompromisslos und für einen 90er-Actionfilm angenehm kernig, ohne ins Überzogene abzudriften.

Technisch präsentiert sich der Film solide, wenn auch nicht makellos. Die Kameraarbeit von Rohn Schmidt nutzt die exotischen Drehorte in Thailand – insbesondere die Regionen Krabi und Phang Nga – effektiv aus und verleiht dem Film eine atmosphärische Dschungel- und Inseloptik. Weniger gelungen ist dagegen der Schnitt: Einige Szenenübergänge wirken spürbar abrupt, wodurch manche Sequenzen leicht unrund erscheinen und der Erzählfluss gelegentlich ins Stocken gerät.

Auch der Soundtrack von Gerald Gouriet und Paul Rabjohns unterstreicht die Abenteuer- und Actionstimmung passend, bleibt insgesamt aber eher funktional als wirklich erinnerungswürdig.

Men of War ist sicherlich kein Genre-Meilenstein, aber ein unterhaltsamer, handwerklich ordentlicher B-Actionfilm mit schöner Südostasien-Kulisse, kerniger 90er-Jahre-Action und einem gut aufgelegten Hauptdarsteller.

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