Die Geschichte um Bonnie und Clyde ist ganz sicher eine der berühmtesten Gangstergeschichten überhaupt, und auch dieser Film ist ein Klassiker des Genres.
Der Film beginnt damit, dass man sieht, wie sich Bonnie (Faye Dunaway) in ihrer Wohnung langweilt.
Als sie aus dem Fenster guckt, sieht sie, wie Clyde (Warren Beatty) sich am Auto ihrer Mutter zu schaffen macht. Sie geht natürlich sofort auf die Straße, und nach einem kurzen Gespräch sind sich die beiden sympathisch und gehen zusammen in die Stadt. Auf dem Weg erzählt Clyde, dass er gerade aus dem Gefängnis kommt, weil er einen Raubüberfall begangen hat. Als Bonnie ihm das aber nicht abkauft, raubt er spontan einen Laden aus. Bonnie sieht nun Clyde als Chance, von ihrem langweiligem Leben wegzukommen, weshalb sie zusammen mit ihm flüchtet.
Aus dem zufälligen Treffen entwickelt sich im Film so sehr schnell das berüchtigte Gangsterpärchen bzw. später eine Gangsterbande; zu schnell, denn innerhalb der ersten ca. 25 Minuten lernen sich die beiden kennen, beschließen, zusammen abzuhauen und Banken auszurauben, und überfallen bereits 2 Geschäfte und eine Bank. So ist es schwierig, überhaupt die Motivation der beiden zu erkennen.
Solche Schwächen im Drehbuch gibt es auch zwischendurch im Film, sodass man auch ein paar Längen hinnehmen muss. Das lohnt sich allerdings wirklich, denn bis auf das verkorkste Drehbuch gibt es nur sehr wenig zu kritisieren.
"Bonnie & Clyde" wandelt sich von einem zunächst lockeren Film, der zu Beginn fast wie eine Komödie erscheint, zu einem doch teilweise recht schwermütigen Gangster-Roadmovie.
Im Film bekommt der Zuschauer dabei sehr gut inszenierte Actionszenen, vornehmlich Schießereien mit der Polizei, ebenso wie ein paar witzige, aber auch dramatische Szenen zu sehen.
Besonders lobenswert ist auch das Ende des Films, das bestimmt niemand so erwarten würde...
Das Beste an "Bonnie & Clyde" sind allerdings die Top-Darsteller, 5 von ihnen wurden absolut zurecht für den Oscar nominiert (Estelle Parsons, die ihn als einzige auch gewonnen hat, Warren Beatty, Faye Dunaway, Michael J. Pollard und Gene Hackman). Sie können wirklich alle ausnahmslos überzeugen, so dass ich hier keinen hervorheben möchte.
Fazit:
Ein guter und unterhaltsamer Gangsterfilm-Klassiker, der leider unter einem schwachen Drehbuch zu leiden hat. Trotzdem definitiv einen Blick wert (10 Oscarnominierungen insgesamt sprechen für sich), vor allem wegen der guten Actionszenen und der überragenden Schauspieler.
Meine Wertung: 7/10.