Inhalt:
China in den 20ern des letzten Jahrhunderts. Das Syndikat von Tung Ku (Pai Ying) und der skrupellosen Tiao Ta Niang (Liu Ah-Na) sowie deren Bruder (Sammo Hung) kontrolliert in einer Stadt den Drogenhandel, die Prostitution und vor allem das Glücksspiel in einem Kasino, welches der Bande auch als Hauptquartier dient.
Ling Shi-Hao (Chang Yi) will aussteigen..., und so wird dieser von Tung Ku brutal getötet...., so scheint es..., doch der zähe KungFu-Fighter überlebt schwer verletzt..., denn er wird von der jungen Hsuang Hsuang (June Wu) gerettet..., und gesund gepflegt. Die Verbrecher halten Ling jedoch für tot.
Auf der Suche nach Ling ist die junge Tien Li-Chun (Angela Mao)..., ihre schwangere Schwester wurde einst von Ling verlassen..., und beging daraufhin Selbstmord.
Tien will ihre Schwester rächen.
Sie findet Ling..., doch gibt sie ihm einen Tag Zeit, seine Rache an Tung Ku und den Verbrechern zu verüben...!
Diese sind vom Auftauchen des Totgeglaubten zwar überrascht, und einige Schergen werden von Ling getötet..., doch haben die Verbrecher eine gefährliche Verstärkung in Person des japanischen Karate-Fighters Wen Tien (Chin Yuet-Sang) erhalten.
So muss Ling eine schwere Niederlage einstecken..., doch bevor er getötet wird, wird er wieder gerettet.
Diesmal ist es Tien Li-Chun, die dies tut, um selbst mit Ling abzurechnen.
Hsuang Hsuang geriet dabei in die Hände der Verbrecher..., und auch sie wird von Tien Li-Chun gerettet..., genau dies tut auch Ling mit einem alten Mann, den er verletzt im Wald findet. Dieser Mann gibt Ling das "Book of TaiChi"..., und lehrt ihm diese Kampfkunst!
Tien Li-Chun erfährt indes von Hsuang Hsuang, dass Ling Shi-Hao letztendlich ein herzensguter Mensch ist..., und so gewährt sie ihm, seine Rache an Tung Ku zu vollenden.
Es kommt zwischen Tung Ku und Ling Shi-Hao zum brutal geführten, blutigen Duell auf Leben und Tod.......
Fazit:
Im Jahre 1972 drehte Regisseur Huang Feng diesen reinrassigen KungFu-Streifen, der als einer der ultimativen Eastern-Actioner Angela Mao´s gilt, mit einfacher Rache-Storyline und knallharten KungFu-Fights garniert!
Stringent, schnörkellos geht Huang Feng diesen Eastern an..., die Charaktere besitzen keine Tiefe..., werden nicht groß vorgestellt, und Huang taucht sofort ins Handlungsgeschehen ein.
Die Atmosphäre ist nüchtern, die zweckmäßigen, für Golden Harvest typischen Backstein-Kulissen, nichts soll von Story und vor allem der harten, derben KungFu-Action ablenken..., um sie geht es..., und was für starke, kernige Fights werden uns hier geboten...? Es geht knallhart zur Sache..., dies ist ein KungFu-Hit, klarer Fall!
Für die Kampf-Choreographie sorgte hier Sammo Hung..., der auch selbst mitagiert, wenn auch in einer kleinen, eher unbedeutenden Rolle.
Chang Yi und Angela Mao spielen die Hauptrollen, eigentlich sind sie Widersacher..., denn Angela macht Chang für den Tod ihrer Schwester verantwortlich. Doch Chang Yi zeigt auch eine absolut soziale Ader... und ist reumütig. So gewährt denn Angela Mao Chang Yi, dessen Rache gegen den eigentlichen Bösen anzugehen.
Chang Yi spielt diese Figur voller brüchiger Männlichkeit herausragend gut..., ich finde richtig überzeugend. Und er zeigt ein klasse KungFu.
Angela Mao...., sie spielt die kompromisslose Fighterin..., hochkonzentriert ist ihre Mimik..., Kälte und Härte im Blick..., sie lacht nie und versteht keinerlei Spaß. Klarer Fall..., eine starke Performance Angela Mao´s, die eine der größten Eastern-Darstellerin aller Zeiten war. Und dass sie hier voller Agilität und Verbissenheit fightet, und ihr KungFu bärenstark ist...., wem sag ich da was Neues??
Niedlich und das oft verzweifelte Mädchen gekonnt darstellend, ist hier die Leistung von June Wu hervorzuheben..., denn ihre Figur ist auch wichtig, da sie das entscheidende Bindeglied zwischen Chang Yi und Angela Mao darstellt.
Ebenfalls wichtig und gut performed ist die Figur des alten TaiChi-Masters..., der für die letztendlich mit entscheidende, abschließende Kampfausbildung Chang Yi´s und die Wogen zwischendurch glättende, ruhigere Szenen sorgt. Leider ist mir dieser Darsteller namentlich nicht bekannt.
Die Villains werden angeführt von Pai Ying, der das gewohnt überzeugend tut. Auch er agiert verbissen in der Action..., überheblich und arrogant in der Mimik seiner Figur. An seiner Seite Liu Ah-Na als Patin des Verbrechersyndikats..., eine skrupellose Dame die kalt über Leichen geht.
Unterstützung finden die Villains in Chin Yuet-Sang ("When Taekwondo strikes")..., der einen brutalen, psychopathisch wirkenden Karateka darstellt.
Wichtigstes in diesem Streifen....: Die KungFu-Action. Zunächst derbe wirkende Fights..., aber es ist kein Gebalge, sondern es ist reelles, technisch starkes, intensives KungFu! Es ist ein realistischer Stil, der ungemein brutal wirkt..., knallharte Klasse-Fights..., und für mich ist "Lady Whirlwind" ein echter KungFu-Hit. Und dieser Streifen hat zu Recht den Ruhm Angela Mao´s mitbegründet!
Interessant ist übrigens der Einsatz der Musik, die diesen Eastern untermalt. Kaum chinesische Klänge..., da die Darsteller hier oft ihre Handlungen verzweifelt anderen in den Dialog-Szenen zu erklären haben, setzt die Regie hier eine schwermütige Musik ein. Ich müsste mich schon sehr täuschen, aber ich glaube, hier wurde die Musik aus dem Hitchcock-Thriller "Vertigo" geklaut und klug eingesetzt.
"Lady Whirlwind", ein Klassiker von Golden Harvest..., und ein richtig runder, knallharter Eastern-Actioner mit Chang Yi und einer starken Angela Mao.
9/10!