Inhalt:
Tokyo 1975. Die Yakuza-Gangs kämpfen um die Vorherrschaft im organisierten Verbrechen der Stadt.
Eine Gang junger Damen..., die "13 Steps", sie wollen hier von unten her mitmischen..., und ihre Anführerin, die resolute Maki Hyuga (Etsuko Shiomi), lässt sich nichts gefallen.
Jede Demütigung der Gang wird zeitnah gerächt..., und die Methoden sind nicht zimperlich.
Maki selbst verfügt über ein herausragendes Karate..., welches ihr Vater Kenichi (Sonny Chiba), ein Meister dieser japanischen Kampftechniken, ihr einst in eisenhartem Training beibrachte.
Die "13 Steps" geraten in die Banden-Kämpfe..., und werden von der Gang, denen die Geschwister Nikaido, Yuko (Misa Ohara) und Taizo (Hiroshi Kondo), zwangsweise angehören, provoziert.
Posthum wird dies gerächt, und Yuko bis zum Hals am Strand eingebuddelt.
Bald darauf findet Maki die Damen ihrer Gang an ein Karussel gefesselt vor, was Yuko Nikaido zu verantworten hat...!
Maki ist außer sich, und sucht die Auseinandersetzung mit Taizo Nikaido..., wird dabei aber von der Polizei verhaftet!
Sie landet zunächst im Gefängnis..., doch wird danach der Straf-Vollzug auf einer Rinder-Farm fortgesetzt. Dort muss Maki sich in der Gefangenen-Hierarchie erst durchsetzen, in welcher sie als Neuling ganz unten steht. Es gelingt ihr in harten Auseinandersetzungen durch ihr Karate, sich Respekt zu verschaffen.
Derweil sind die Nikaidos in der Gang in Ungnade gefallen und deren Boss zeigt nun seine hässliche Fratze. Vater Nikaido, ein Geschäftsmann, wird mal eben brutal ermordet, als er mit seinem Wagen in die Luft gesprengt wird.
Taizo wird brutal gefoltert, seine Hand zertrümmert und er wird in einer engen Zelle wie in einem Käfig, wie ein wildes Tier, gefangen gehalten.
Yuko muss dem skrupellosen Boss der Yakuzas sexuell wie eine Sklavin zu Diensten sein..., was dessen bisherige Gespielin rasend eifersüchtig und für Yuko somit gefährlich macht.
Die Damen der "13 Steps" wurden derweil unter sedierende Drogen gesetzt, und müssen im Bordell der Gang tätig sein.
Maki gelingt die Flucht aus dem Vollzug. Es kommt mit der Yakuza-Gang zum so langen, wie gnadenlos-blutigen Show-Down auf Leben oder Tod.......
Fazit:
"13 Steps" zählt vielleicht nicht zu den allerbesten, aber zu den wichtigsten Hauptrollen-Filmen der japanischen Actrice Etsuko "Sue" Shiomi, neben der "Sister Streetfighter"-Quatrologie und "Dragon princess" (1976).
"13 Steps" ist ein knallharter Karate-Actioner..., mit vielen blutigen Fights, Low-Exploitation..., Brutalitäten, Frauen die sich gegenseitig quälen..., Männern die nur Sex und Gewalt kennen.
In mal gerade eben 78 Minuten erzählt Regisseur Makoto Naito eine einfache Geschichte um eine resolute Girl-Gang-Chefin, die sich nix gefallen lässt, den Yakuzas die Stirn bietet, voller Selbstbehauptungswillen steckt, und notfalls mit brutaler Gewalt zur Sache geht.
Die Atmosphäre ist nüchtern-düster..., die Figuren stilisiert, teils überzogen..., wie in den Streetfighter- und Sister Streetfighter-Serien, die Rangeleien, Demütigungen und wie Frauen genötigt und rumgeschubst werden, wird mit einer wackelnden Kamera so abgefilmt, dass die Demütigung und Ausweglosigkeit für die Frauen, die Gewalt gegen sie, für den Betrachter fast greifbar wird.
Und da ist die Regie wenig zimperlich..., Gängelung, Demütigung, abgeschnittenes Ohr, Auspeitschung..., und im Finale läuft das Blut. Naito zelebriert Gewalttätigkeiten..., mir gefiel´s.
Etsuko Shiomi..., wer meine Arbeiten von anderer, nicht mehr (unnötiger Weise) existenter Stelle -an welcher ich ihre besten und wichtigsten Filme rezensierte- kennt, weiß, sie ist meine japanische Lieblings-Schauspielerin.
Sie agiert hier kalt, kompromisslos..., sie hat zwar ihre Gang, doch ist sie hier eigentlich die einsame, harte Kämpferin voller Selbstbehauptungswillen. Und sie fightet ein technisch hochstehendes Karate..., voller Agilität und Körperbeherrschung. Schön, Etsuko Shiomi!
Eine starke Performance bietet auch Misa Ohara..., sie wird sexuell gedemütigt, muss hier vieles ertragen..., ihr Bruder wird brutal gefoltert und wie Vieh gehalten. Dann muss sie noch gegen die eifersüchtige bisherige Gespielin ihres Peinigers kämpfen, ein Duell voller Hass! Herrlich!
Shiomi´s Mentor, Japan´s Action-MegaStar Sonny Chiba, hat hier nur ein kleines Cameo, als er in in einer Rückblende als Karate-Meister einen Übungs-Kampf mit Shiomi vollführt. Shiomi wurde einst von Chiba in dessen JAC (Japan Action Club) geholt, in welchem sie ein umfassendes Training in Karate und in körperlicher Fitness erhielt.
Die Villains sind erwartungsgemäß comicartig stilisiert..., schmierige Yakuzas in Maßanzügen und Linien-Schnurrbärtchen (Porno-Balken). Arrogante Schmierlappen mit Sonnenbrille, Borsalino..., und kalt über jede Leiche gehend.
Eine einfache Geschichte..., prügelnde Frauen, sexuelle Ausschweifung und Folter, eine knallharte Anti-Heldin..., und Naito lässt das alles in einen langen, blutigen Show-Down münden.
Es sind andere Techniken als im Hongkong-Eastern..., es ist Karate, die japanische Form der Selbstverteidigung. Rasante, harte und dynamische Kämpfe..., viel Abwechselung, und so greift denn Etsuko Shiomi im Finale auch zu 2 Nunchakus..., und es wird dann richtig heftig und sehr blutig!
"13 Steps"..., ein kurzweiliger, blutig-harter Karate-Actioner mit viel Low-Exploitation und sogar intensiven Darstellungen.
Ein Streifen, der den Ruhm Etsuko Shiomis mit begründete.
8/10 Punkte.