Inhalt:
In einer chinesischen Provinz während der manchurischen Qing-Dynastie. Lord Yu (Carter Wong) paktiert mit den Japanern und verrät damit das chinesische Volk. Er händigt einem Samurai ein wichtiges Symbol der Herrschaft aus..., die "Secret Relic Pearle" der Shaolin.
Auf seinem Weg wird dieser Samurai jedoch von einem Mönch der Shaolin getötet..., dieser nimmt die Perle an sich. Doch auch dieser Mönch wird getötet..., von einem Mann (Kam Kong) der sich ebenfalls als Mönch der Shaolin ausgibt.
Beobachtet wird dies alles von einem Schwertträger (Paul Chu Kong)..., einem chinesischen Patrioten wie sich herausstellen wird. Dieser stellt den vermeintlichen Mönch.
Sie werden die Leichen -in einem verbirgt sich die "Secret Relic Pearl- in den Tempel der Shaolin bringen..., und es beginnt somit ein gefahrvoller Weg für die beiden.
Denn ihnen ist nicht nur der Bruder des japanischen Samurai auf der Spur..., sondern auch die Offiziellen (Chen Hsing, Casanova Wong) von Lord Yun.
In diesem Ringen steht dem Schwertkämpfer alsbald die Amazone Chin Lun (Angela Mao) zur Seite..., ebenfalls eine Patriotin für die chinesische Sache.
Letztendlich belauern sich die Protagonisten in einem Dorf..., und diesen Ort des Geschehens erreicht auch Lord Yun. Er will die Perle..., und zudem die chinesischen Patrioten vernichtet sehen. Es kommt zum erbarmungslosen Endkampf zwischen ihm, seinen Schergen... und dem Schwertmann und Chin Lun......
Fazit:
Im Jahre 1978 versammelte der Erfolgsregisseur von Golden Harvest in den frühen 70ern... Huang Feng, noch einmal die Darsteller seiner alten Eastern-Hits für das kleine Hongkonger Label "Ga Foo"...., in welchem er aber die alte Eastern-Herrlichkeit alter Tage nicht mehr ganz auferstehen lassen konnte.
In sehr einfachen Kulissen..., in einem dieser oft als "Wald- und Wiesen"-Eastern titulierten Actionern, siedelt Huang Feng eine so dünne wie oft verworrene Story an, die mitunter Rätsel aufgibt..., und nicht sehr stringent wirkt.
Särge werden transportiert..., Leichen verschwinden, tauchen wieder auf..., eine Perle verschwindet, taucht wieder auf, oder ist diese ein Fake? Die Loyalitäten sind unsicher..., und ist ein Mönch hier wirklich ein Mönch, und für welche Seite arbeitet er? Das ergibt manchen Twist..., ist aber für die Verfolgung der Story alles etwas mühselig für den Betrachter.
Na ja..., immerhin läuft sich das alles noch in der Story zurecht..., und es kommt zum Show-Down. Dieser wiederum lässt den Zuschauer leicht unbefriedigt..., nicht wegen der KungFu-Action, sondern
-ACHTUNG SPOILER!!!-
weil der oberste Bösewicht, der Lord..., da leider ungeschoren bleibt, Angela Mao gelingt zwar die Flucht...., aber da hätte man sich noch mehr Action und Dramatik gewünscht.
"The legendary strike" will komplex in seiner Story wirken..., Huang Feng will mit einigen Twists seinen Eastern aufmöbeln, aber weniger wäre hier mehr gewesen. So stimmt zwar die Action und vor allem der Cast..., doch kommt wegen der Storyline sein Eastern nur knapp über den Durchschnitt. Man ist von Huang Feng wohl auch etwas verwöhnt..., der Mann der Klassiker des Genres wie "Hapkido" oder "When Taekwondo strikes" erschuf.
Atmosphärisch bleibt es natürlich etwas nüchtern..., doch insgesamt durch schöne Kostüme stimmig. Es ist nur ein kleines Label..., da sollten die Ansprüche des Betrachters andere sein, als etwa bei Shaw Brothers
So bleiben denn ein exzellenter SuperStar-Cast und insgesamt kernige KungFu-Action..., deshalb sollte man sich "The legendary strike" antun.
Die Hauptrolle spielt hier Paul Chu Kong... als namenloser Schwertkämpfer..., macht er seine Sache gut..., cool und unaufgeregt versucht er den Überblick zu behalten..., und zeigt seine agile Technik. Wer will hier schon mimische Höchstleistungen erwarten?
Angela Mao, die große Dame des Eastern und Huang Feng´s bevorzugte Darstellerin in dessen größter Zeit..., sie ist bildschön, bildet mit etwas überzogenem Spiel hier den Kontrast zu Paul Chu Kong. Und sie fightet wieder voller Körperbeherrschung und mit ihrem sehr technischen Stil..., das will man von ihr sehen.
Die Villains sind hochkarätig besetzt..., Carter Wong agiert ganz typisch für ihn. Dieser stechende Blick, er ist durch und durch verschlagen, eitel und machtsüchtig. Das macht Carter alles mit den Augen. So sahen ihn Eastern-Fans oft..., seine Darstellung erinnert hier sehr stark an seine Rolle in "Die Rückkehr der 18 Bronzekämpfer".
Chen Hsing und Casanova Wong sind seine Handlanger..., die beiden sind ja echte Haudegen..., Chen Hsing spielt ja immer ausgezeichnet..., er fühlt sich in jeder Villain-Rolle in seinem Element. Casanova Wong ebenso...., die beiden sind Lichtblicke in dieser Produktion.
So wie die KungFu-Action..., wer will bei diesen Protagonisten anderes erwarten. Kernige, rasante und stilistisch arrangierte KungFu-Fights..., zum Finale hin nehmen Dynamik und Intensität zu..., den Show-Down hätte ich mir allerdings länger gewünscht, Carter und Angela hätten hier länger fighten müssen. So sind es am Ende Chen Hsing und Paul Chu Kong die die Sache unter sich ausmachen.
"The legendary strike"..., ich muss ganz ehrlich sagen, bei DEM Regisseur und DEM Cast hatte ich mehr erwartet..., so ganz konnte Huang Feng hier die alte Herrlichkeit seiner Erfolge nicht mehr auf die Leinwand bringen.
Es bleibt ein "Eastern für zwischendurch"..., ein klareres Handlungs-Schema und ein noch dramatischerer Show-Down hätten aus dem Streifen eventuell noch einen echten Eastern-Hit gemacht. 6,5/10.