Review

Inhalt: 

China, zur Zeit der spätmittelalterlichen Ming-Periode. Dugu Wu Di (Alex Man Chi-Leung), der Anführer des "Invincibles"-Clan, hat es nach 2 Jahren geschafft, das 10. Level der "Fatal Skill"-KungFu-Technik zu erreichen. Und nun will er sich am Clan der WuDang rächen. 

Doch erfährt er, dass nicht nur deren Boss Qing Song, sondern auch dessen Meister zu Tode gekommen ist. Jedoch ist der "Bastard Swordsman", Yun Fei Yang (Norman Chu Siu-Keung), der ja den "Silkworm"-KungFu-Stil beherrscht, noch am Leben, und Dugu Wu Di will nichts anderes, als ein Duell mit ihm!

In der Residenz der WuDang angekommen, muss Dugu Wu Di erfahren, dass Yun Fei Yang den Clan verlassen hat. Dugu gibt dem Clan 7 Tage Zeit, sollte Yun Fei Yang bis dahin nicht auftauchen, wird er die WuDang vernichten. Zudem darf solange niemand die Clan-Residenz verlassen. 

Dennoch wird ein Schüler der WuDang, der tapfere Yao Feng (Lau Siu-Kwan), entsendet, um den "Bastard Swordsman" zu finden. Yun Fei Yang, auf Wanderschaft mit seiner Gefährtin und alsbald auch Ehegattin, der schönen Lun Wan Er ("Leanne" Lau Suet-Wah), dürfte schwer zu finden sein. 

Doch mit Hilfe des Wahrsagers, Handflächenlesers und KungFu-Experten Li Bu Yi (Anthony Lau Wing aka Liu Yung), kommt man dem "Bastard Swordsman" und seiner Frau auf die Spur. Derweil wird der WuDang-Clan von einem aus Japan kommenden Clan, dem der Ega, überfallen und fast ausgelöscht. Der Clan der Ega, in China fußfassen wollend, wird angeführt von Mochitsuki Soryu (Chen Kuan Tai), und 4 herausragende wie brutale Kenjutsu-Fighter begleiten ihn: Sanshiro (Ku Kuan-Chung), Noguchi Goro (Chan Lau), Monjiro (Lung Tien-Hsiang) und ein weiterer Katana-Kämpfer (Chiang Tao). 

Yun Fei Yang und Lun Wan Er, sie machen Dugu Wu Di für das Massaker verantwortlich, und der "Bastard Swordsman" sucht das Duell mit dem "Invincibles"-Clan-Boss. Es kommt zu diesem Zweikampf, der remis endet, beide werden verletzt, und Yun Fei Yang besonders schwer, ihm gelingt jedoch die Flucht. Dugu Wu Di setzt auf die Hilfe des "Ghost Doctor" Lan Xing Zu (Lo Lieh), Yun Fei Yang soll von einem berühmten Arzt, Lai Yao Er (Phillip Ko) gerettet werden. Für Yun Fei Yang, sowie Li Bu Yi und Lun Wan Er steht eine gefahrvolle Reise zu diesem Mediziner an. 

Die Japaner wollen verhindern, dass die kleine chinesische Gruppe diese Reise überlebt, und es kommt zu Überfällen und Kämpfen. Ega-Chef Mochitsu will beide Clans ausgelöscht sehen und verachtet das chinesische KungFu. Mochitsu stellt Dugu Wu Di zum Duell! Und Mochitsu beherrscht eine Kampf-Technik, die den eigenen und sogar den Herzschlag des Gegners kontrolliert! 

Wird es gelingen, den "Bastard Swordsman" zu retten? Und wer wird der Sieger in diesem Ringen um die beste aller Kampfformen sein? Es kommt zum blutigen und spektakulären Show-Down, zum gnadenlosen Kampf auf Leben oder Tod...! 

Kritik: 

Im Jahre 1984 drehte Regisseur "Tony" Lu Chin Ku diese Fortsetzung seines Hits "Bastard Swordsman" (siehe mein Review auf dieser Webseite) für die Studios der Shaw Brothers in Hongkong, der inhaltlich an den "1. Teil" anschließt. 

Die im ersten Film verwendeten Stilmittel, rasant-fulminante und tricky Fightaction, die einmal mehr speziellen und erstklassigen Studio-Sets der Shaw Brothers, viele Fantasy-Elemente, konzentriert-spielfreudige Darsteller*Innen, ein weitestgehend sehr hohes Tempo und eine ebenso weitestgehend spannend aufgebaute und inszenierte Story, sind auch hier gegeben. Zusätzlich sind auch humoristische Szenen eingebaut, die aber diesen Fantasy-WuXia-Eastern mitunter eher etwas ausbremsen und nicht immer so richtig gelungen witzig sind. Das Tempo gelungener drosselnd, sind die etwas melancholischeren Szenen und Dialoge. Insgesamt betrachtet, wird die Handlung aber flüssig und spannend in Szene gesetzt, und dieser Eastern macht Laune, unterhält den Anhänger des Genres und des Studios gefällig. 

Manko, für meinen Geschmack, sind wie im ersten Film die mitunter zu arg übernatürlichen Elemente und Fähigkeiten. Zwar sind die Fights weitestgehend reell, wenngleich mit wahnsinnig hohem Tempo und perfekt choreografiert, aber mit tricky-Elementen dann angereichert, was nicht ganz meinem Geschmack zusagt. Okay, es ist ein WuXia, da gehört das dazu, man muss sich darauf einlassen, dann stört es auch nicht zu sehr, zumal die Fightaction an sich atemberaubend-fulminant und spektakulär ist. 

Neuerungen die mir indes gefielen, und die das Manko mehr als ausbügeln, sind die beiden in die Handlung eingebauten, namhaften Eastern-Darsteller Lo Lieh und Phillip Ko, als Ärzte -und durch die gefahrvolle Reise des Anti-Helden und seiner Begleiter zu P. Ko kommt ein spannendes Element in der Story hinzu-. Die beiden spielen das gut, insbesondere Phillip Ko. 

Und ein neuer Aspekt, die japanischen Villains, allen voran Shaw-MegaStar Chen Kuan Tai, der mit lässig-trockenem Spiel überzeugt. Und vor allem bekommt die Fight-Action durch ihn und seine Superfighter noch mehr Drive, und eben noch mehr an Fights und Action. Katanas gegen chinesische Schwerter, Kenjutsu vs. WuShu, da hatte dieser Eastern etwas vom Shaw-Mega-Hit "Heroes of the East", jenem Klasse-Eastern mit Lau Kar Fei und Yasuaki Kurata (siehe mein Review auf dieser Webseite). Eben auch hier so eine Art "Clash of the Fight-Cultures" -China vs. Japan-.

Viele Figuren mehr also, und so ist denn der eigentliche, namensgebende Anti-Held, wieder von Norman Chu Siu-Keung dargestellt, eher überraschend wenig im Bild, zudem schwer verletzt auf einer Trage. Aber im letzten Viertel mischt auch er natürlich wieder kräftig mit. Diesmal an seiner Seite -anders als im 1. Film-, Anthony Lau Wing (aka Liu Yung), in einer anderen Rolle hier, diesmal nicht Widersacher sondern Partner. Lau Wing spielt das solide, abgeklärt und überzeugend.  

Und wieder mit dabei, als hartnäckiger Gegenspieler und Villain, Alex Man Chi-Leung. Alle Register wieder ziehend, böse, verschlagen, eitel und brutal. Alex Man Chi-Leung macht das routiniert.

Auch mit dabei, sich intensiv involvierend -und das im ansonsten ja männlich dominierten Film-, Darstellerin "Leanne" Lau Suet-Wah. Wie im 1. Film steht sie dem Anti-Helden bei, und ist äußerst attraktiv. Ich könnte die hübsche Chinesin nur abweisen, wäre ich mit Haley Bentley liiert -tja, von was ich so träume-. 

Gaststars dieser Produktion in kleineren Auftritten: Chiang Tao -einer der japanischen Superfighter-, "Venom" Sun Chien, Ching Miu und Yang Chih-Ching die beiden alten Shaw-Haudegen, und -ganz klein zu entdecken- Nick Cheung-Lik. 

Die Fight-Action ist wie im 1. Film schön durchmischt, Swordplay, KungFu, WuShu und -neu- japanisches Kenjutsu mit Katana-Schwertern. Rasant, fulminant, dynamisch und spektakulär, und an die tricky-Elemente gewöhnt man sich, ob der ansonsten ja grandiosen Action. 

Viele Kritiker, die beide Streifen besprachen, bewerten "Return of the Bastard Swordsman" leicht schwächer als den Vorgänger "Bastard Swordsman". Nun, leichte Mankos und viele Stärken haben beide Filme, und die Idee ala "Heroes of the East" japanische Kenjutsu-Superfighter hier mit aufzubieten, was weitere klasse Fights einbaut, gefällt absolut. 

So gebe ich beiden Filmen die gleiche Wertung:

8/10.

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