Review

Inhalt:

China während der Ming-Dynastie, welche durch die Invasoren der manchurischen Qing bedroht ist. Dem Gouverneur Yuan Shung-Wun gelang es, den Feind mehrmals zu bezwingen..., doch wurde ihm eine Falle gestellt. Nunmehr wird er durch "Lingchi", dem grausamen Zerstückeln des Körpers, brutal hingerichtet. Sein Sohn, Yuan Cheng-Chih wird jedoch von einem taubstummen Diener gerettet..., welcher ihn in die Hua-Shan-Schule bringt.
Der Meister dieser Schule, der bereits "Iron abacus" Wang Zhen und "Invincible fist" Gui Xin-shu in der Kampfkunst unterwies, mach den heranreifenden Yuan Cheng-Chih (Kuo Chui aka Philip Kwok) in 17 Jahren zu einem excelenten Wenyuan-KungFu-Kämpfer.

Als sein Meister die Schule verlassen will, begibt sich auch Yuan auf den Weg in die Welt da draußen...., um Erfahrungen zu sammeln, und seine Kampfkunst weiter zu entwickeln.
Er stößt auf seinem Weg auf eine Grabhöhle..., es ist die Grabhöhle von "Golden snake" Hsia Shiue Yi! Dabei erlangt Yuan nachdem er die Überreste von "Golden snake" begraben hat, das Snake-Sword, ein KungFu-Manual und eine Schatzkarte. Yuan bringt sich noch in der Höhle die Schwerttechniken von "Golden snake" bei!

Die Schatzkarte besagt, dass der Finder des Schatzes sich zu der Stadt Zhejiang begeben soll, um dort in der Shilang-Schule einer Dame namens Wen Yi 100.000 Tael zu überbringen.
Yuan bricht wieder auf, um die Schatzkarte dieser Wen Yi zu überbringen. In Zhejiang begegnet Yuan aber zunächst der sich als Mann ausgebenden Wen Qing Qing ("Candy" Wen Hsue-Erh), die gerade 2.000 Tael entwendet haben soll. Yuan und Wen Qing Qing finden Gefallen einander.
In der Shilang-Schule treffen sie sich wieder...., und es gilt, den Diebstahl zu klären, Wen Qing Qing ist die Enkelin des Shilang-Clanführers (Wong Lik). In der Schule tauchen auch Mitglieder der Hua-Shan-Schule auf, die das gestohlene Geld zurückverlangen..., diese kennen Yuan nicht, und es kommt zu einzelnen Kämpfen zwischen ihnen und Yuan!

Der Shilang-Clanführer.... und auch seine Männer wie Wen Nan (Lu Feng) und Wen Qing Qing´s Cousin Wen Jing (Chiang Sheng) erkennen, dass Yuan den "Golden snake"-Stil beherrscht.
Und nunmehr lüftet sich das Geheimnis um "Golden snake" Hsia Shiue Yi (Lung Tien-Hsiang)! Er, der der größte Feind der Shilang war, war auch Geliebter der Mutter Wen Qing Qing´s...., eben jener Wen Yi (Ching Li)!

Yuan Cheng-Chih muss immer mehr erkennen, dass der Shilang-Clanführer und seine Männer wahre Unmenschen sind. Ein mörderischer Show-Down wird immer unausweichlicher.......


Fazit:

Mit dem Streifen "Sword stained with royal blood" begab sich der für seine stringenten (Film-)Blut-Exzesse berühmte Regisseur Chang Cheh auf ein für ihn ungewohntes Terrain. Er verfilmte hier einen Roman von Legenden-Erzähler Louis Cha..., etwas was wohl mehr das Ding für seinen Kollegen Chu Yuan gewesen wäre.
Und gleichwohl es heisst, dass Chang Cheh diesen Stoff stringenter und chronologischer angeht, als es die eigentliche Vorlage und ein 1993 entstandenes Remake sind, verhaut Chang Cheh hier fast diesen Film!

Denn das ganze hat letztendlich zu viele Längen..., es wird phasenweise beinahe hemmungslos dialogisiert, mit Rückblenden hält sich Chang Cheh zwar entgegen aller Erwartungen etwas zurück, aber es wird für einen Eastern unter seiner Leitung sehr, sehr viel geredet...., heijeh!

Also..., ich will hier gar nicht um den heißen Brei herumreden..., ums mal klar zu sagen: In Chang Cheh´s "Sword stained with royal blood" wir viel zu viel herumgelabert! Und so kommt es denn, trotz der eigentlich hier sehr gut gerafften Storyline (Ausbildung des Helden - Held findet Schwert und Manual - Held bekämpft den bösen Shilang-Clan), dass der Film mit satten 104 Minuten letztendlich viel zu lang ausfiel, und das wegen der scheinbar endlosen Debatten!

So..., das muss man klar als Manko betrachten..., es kommt gar etwas Langeweile auf in Chang Cheh´s Streifen, und das der Regisseur anfang der 80er Jahre in Stagnation geriet, war ja schon in anderen Filmen jener Epoche offensichtlich geworden.

Ist "Sswrb" ein richtig guter Film von Chang Cheh? Klares Nein! Gebe ich diesem Eastern somit eine schlechte Note? Ebenfalls ein klares.... Nein!
Denn dieser Eastern hat letztendlich viele Stärken, die die Sache sogar noch relativ locker rausreißen. Zum einen ist dieser Streifen wirklich sehr schön verfilmt worden..., wunderbar fotographiert, mit tollen Shaw-Sets sehr liebevoll ausgestattet..., und mit ausgezeichneten Darstellern um 3 der Venoms versehen...., und mit am Ende denn doch noch langgezogenen, hervorragend choreographierten und rassigen KungFu- und WuShu-Fights garniert!

Dass dieser Streifen in seinen Bildern und seiner Ausstattung excelent fotographiert ist, dass dieser Streifen sehr schön verfilmt wurde, ist ein klares Plus.
Die Darsteller dialogisieren wie erwähnt, ziemlich viel, doch bringen sie auch ihre zum Teil tragischen Rollen sehr gut rüber, dies gilt vor allem für Ching Li, die hier eine undankbare Rolle ausgezeichnet meistert. Lung Tien-Hsiang...., immer wieder gefällt mir dieser exquisite Darsteller..., auch hier kleidet er die tragende Rolle des "Golden snake" mit seinem intensiven Spiel perfekt aus.
Die wichtigste Rolle, die Hauptrolle, hat hier als durchgehender Angelpunkt für den Betrachter, natürlich Kuo Chui aka Philip Kwok inne. Er liefert hier eine sehr gute Performance..., und das nicht nur kampftechnisch. Lu Feng und Chiang Sheng fallen ein bissel ab...., viel geben aber ihre Rollen auch nicht her.

Zum Schluss wird denn doch noch richtig klasse gefightet. Und was für starke, fantastische KungFu- und WuShu-Fights werden uns hier geboten! Dynamisch, rassig, intensiv, akrobatisch..., und mit einer Viertelstunde im Show-Down die langatmigen Diskussionen zuvor vergessen machend und beinahe ausgleichend. Das ist wirklich kernige Eastern-Action wie ich sie liebe!

So kann man denn "Sword stained with royal blood" nicht gänzlich verreißen...., und wenn man sich nicht an den Debatier-Clubs und Längen stört, wenn man die Bilder, Darsteller und die Action die da doch noch kommt, auf sich wirken lässt, dann sind die Mankos dieses Streifens fast vergessen.

Für "Sword stained with royal blood" gebe ich letztendlich versöhnliche, sehr knappe 7/10 Punkte..., eine höhere Wertung verpasst Chang Cheh´s Spät-Werk eigentlich unnötiger Weise. Kürzer, stringenter, zackiger und weniger Debatier-Club..., das wäre doch drin und leicht gewesen...... 

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