Review

Blut und Steine und Gähnen

„Bloodstone“ ist ein indischer „Indiana Jones“- bzw. „Romancing The Stone“- bzw. „Firewalker“-Abklatsch - also quasi die Kopie der Kopie der Kopie - und handelt von einem britischen Pärchen, das quer durch Indien und seine Paläste, Steppen, Dschungel gejagt wird, wenn die beiden attraktiven Turteltauben in eine Verfolgungsjagd zwischen faustgroße Diamanten, überlässige Taxifahrer und schiesswütige Militärs geraten…

Wie Affenhirn auf Eis

„Bloodstone“ punktet mit indischen Charakterfressen, wenig Studio und viel „vor Ort“, genug Slapstick und echten Tieren. Dazu ein paar hübsche, leicht bekleidete Damen und ein paar milde Stunts, Kloppereien, Verfolgungsjagden. Etwas Trashcharme. Alles deutlich auf Sparflamme. Natürlich auch viel Kopiertes, viel Leerlauf, viel Quatsch, viel Langeweile, viel „Wann passiert denn hier mal was?!“. Wenn „Bloodstone“ null charmante Wirkung auf einen hat, dann können das nur arg lange und lahme 90 Minuten werden. Aber wenn man ihn richtig einschätzt und nimmt, wie er ist, mit allen Warzen, Furunkeln und Lebensmittelvergiftungen, dann kann man ihm trotz all seinen Unzulänglichkeiten kaum böse sein. Er ist halt unendlich viel näher an Bolly- als Hollywood - nur ohne Tanz und Gesang. Ist ja für manche auch schonmal etwas. Plus einem echt coolen, cheesy Titelsong… Und der indische Megastar Rajinikanth ist eh eines der wiedererkennbarsten Profile of all time! 

Fazit: Ein naives und irgendwie süßes Bollywooddschungelabenteuer der Tieffliegerklasse… „Bloodstone“ lässt einen IQ-Punkte schwitzen! 

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