Review


Inhalt:

Kyoto 1973. Die junge Ayako (Okada Kawai) ist Sängerin in einem Nacht-Club..., und auf der Suche nach ihrem Vater.
Als Yakuzas auf der Bildfläche erscheinen, und Ayako bedrängen, da jeder der im Nacht-Club auftritt 5.000 Yen zu zahlen hat, greift der Gast Chin Fu (Jimmy Wang Yu) beherzt ein!

Den Yakuzas steht deren Boss Shimizu vor, und der will Chin Fu engagieren, da er solche Leute braucht!
Chin Fu wird somit einer der Unter-Anführer der Shimizu-Yakuzas neben Lin Mu Lang (Han Ying-Chieh)..., und treibt Schutzgelder für diese in den Pachinko-Höllen und Nudelsuppen-Bars ein!
Die Konkurrenz um den Yakuza-Chef Yamamoto (Tien Feng) ist dies ein Dorn im Auge..., und es kommt zu ersten Kämpfen!

Auch der Bar-Besitzer Liu Han Ming (James Tien) erhält Besuch von Chin Fu.
Doch den entstandenen Schaden macht Chin Fu überraschender Weise finanziell wieder gut.
Chin Fu will gar nicht als Yakuza Kariere machen..., er will den Tod seines Vaters aufklären, der unter ungeklärten Umständen verstarb..., und hierzu infiltrierte sich Chin in die Yakuza-Gang.
Ohne Verbündete geht es nicht..., so soll den Liu Han Ming ihm eine Stütze sein.
Zur "Bezahlung" Chin´s durch Shimizu gehört auch die rassige Chang..., doch wird ihm eine junge Japanerin (Kasahara Reiko) viel eher zu einer Hilfe!

Nach einigen subtilen und zähen Ermittlungen, ist der Vater von Ayako, der ein Bodyguard von Yamamoto ist, ermittelt..., und auch hinsichtlich des Todes des Vaters von Chin, gibt es erste Erkenntnisse.
Schließlich kommt es zwischen Chin Fu und den Yakuzas zum äußerst brutalen und blutigen Show-Down.........


Fazit:

Meine kleine Wang Yu-Retrospektive geht weiter.....

Im Jahre 1973 drehte Star-Regisseur Lo Wei für die Studios von "Golden Harvest" des Erfolgsproduzenten Raymond Chow diesen phasenweise spannenden, phasenweise aber auch langweiligen, zeitgenössischen Eastern mit blutigen KungFu-Fights und SuperStar Wang Yu in der Titel-Rolle wenn man so will.

In klar-hoch aufgelösten, hellen Bildern, die eine angenehme Hochglanz-Atmosphäre erzeugen, erzählt denn Lo Wei eine Story um einen Mann, der Licht ins Dunkel hinsichtlich des Todes seines Vaters bringen will. 
Dies löst anfangs durchaus Spannung aus.., verstrickt sich dann aber in zähe, umständlich erscheinende Ermittlungen.
Vielleicht liegt das an der Fassung, die hier lediglich 76 Minuten Laufzeit hatte..., ursprünglich soll "A man called Tiger" ja sage und schreibe 100 Minuten an Laufzeit besessen haben.
Also phasenweise ist das hier langweilig und ermüdend für den Betrachter..., da wenig strikt. Da sind dann neben der Haupthandlung, noch 2 junge Damen, die ihren Vater suchen..., Gambling-Szenen und Blablabla. 
Nun ja, Lo Wei, der Vielfilmer, mit Bruce Lee das große Los ziehend, den aber lieber selbstständig arbeiten lassend..., und danach Jackie Chan schnöde verheizend, gelang bei Leibe nicht jeder Streifen unter seiner Direktion.

Wang Yu wirkt denn teilweise unmotiviert und mit wenig Spielfreude.
Immerhin zeigt er einen für ihn schon überraschend technischen Stil in seinen Action-Szenen..., agiert agil und als es richtig blutig wird, mutiert er zur gewohnten Kampf-Sau!
Tien Feng agiert als gepflegt-snobistischer Villain in nobelstem Zwirn, Han Ying-Chieh ebenfalls solide als dessen Unter-Boss.

James Tien, technisch fightet er gut, zunächst irgendwie Sidekick von Wang Yu, verliert sich das und seine Rolle denn im späteren Verlauf..., eine von Lo´s Schlampigkeiten in der Umsetzung dieses Werkes.
Die Damen sind drumrum gebaut, die Actricen Kawai, Yi Yi, Kasahara und Minakaze sind zwar hübsch, können aber bezüglich des Plots kaum Akzente setzen. Okada darf auf der Klampfe noch 2,3 Liedchen trällern, na ja, ganz nett.

Bleibt noch die KungFu-Action, die das ganze immerhin auf mittleres Niveau bringt.
Wang Yu agiert für seine autodidaktischen Verhältnisse erstaunlich technisch..., es geht zur Sache, die Fights sind rau-knallhart und soweit solide choreographiert.
Und das Finale ist blutig..., und fast stilisiert..., als die Akteure mit Äxten aufeinander los gehen und einschlagen. Und die Axt schlägt mit voller Wucht in Wang Yu´s Schienbein ein..., "Golden Harvest"´s brachiale Geräuschkulisse unterlegt dieses rücksichtslose Gebaren denn sogar eindrucksvoll!

"A man called tiger"..., 76minütige Fastfood-Eastern-Unterhaltung, was nicht vor phasenweiser Langeweile schützt..., aber brutale Aktionen reißen was raus. 
Was für hart gesottene Wang Yu- und Easternfans...!

Sehr knappe, etwas wohlwollende 6/10 Punkte stehen zu Buche. 

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