Frei von üblichen Hollywoodklischees kommt dieses Psychodrama daher und kann vor allem durch Spannung und Tiefgründigkeit überzeugen.
Nicklas ist ein Highschool-Abgänger,der sich den Plänen seiner Mutter nicht fügen will und sich der skrupellosen Gang,die von Ammelie angeführt wird entgegenstellt.Doch eines Nachts wird er von ihr und ihrer Gang brutal zusammengeschalgen.Als Nicklas am nächsten Tag in der Schule erscheint,wird er nicht beachtet und muß schockiert feststellen,dass er in einem Zwischenreich umherwandelt,weder tot noch lebendig ist.
Niemand als ausgerechnet Ammelie kann ihn hören und es bleibt wenig Zeit,seinen halbtoten Körper zu finden.
Ein außergewöhnlicher Beitrag aus Schweden,der sich irgendwo zwischen „Ghost“und „Sixth Sense“wieder findet und dabei doch recht eigenständig erscheint.
Hat man zunächst den Eindruck,sich in einem durchschnittlichen Thriller zu befinden,so unterscheidet sich dieser Streifen vor allem durch die feinfühlige Darstellung der Hauptfiguren von vielen anderen oberflächlichen Vertretern seiner Art.Vor allem die skrupellose Ammelie ist nicht nur einfach böse und am Ende empfindet man mehr Mitleid als Abneigung.Dabei entsteht eine sensible Annäherung zwischen Täterin und Opfer,die an einigen Stellen Gänsehaut auslöst.
Neben den überzeugenden Darstellern ist neben der gelungenen Optik vor allem der abwechslungsreiche und emotionsgeladene Score hervorzuheben.
Bleibt zu hoffen,dass sich Hollywood nicht an ein Remake heranmacht,denn authentischer und ehrlicher konnte man diesen Stoff nicht in Szene setzen.
8 von 10 Punkten