Review

Mit "Im Schatten der tödlichen Peitsche" bekommt man einen sehr unterhaltsamen und kurzweiligen Eastern der legendären Shaw Brothers zu sehen. Die Geschichte ist recht einfach gestrickt und bei den knapp 76 Minuten Laufzeit kommmt so auch keine Langeweile auf. Auf großartige Wendungen in der Storyline wird auch verzichtet, da die wirklich gelungenen Fights, den hauptanteil des Films ausmachen. Die Kämpfe sind wirklich schön anzusehen. Sie gehören jetzt nicht zu den herausragendsten Kämpfen der Shaw Brothers, da hat man es woanders schon deutlich besser gesehen, aber es geht schon recht blutig zur Sache. Auch vermute ich mal das die Szenen wo Cheng Pei-Pei und Tien Feng ihre Wiedersacher mit der Peitsche aufmischen, auch schwierig zu choreographieren waren. Dafür kann sich die gezeigte Action aber wirklich sehen lassen, abgesehen von den schlechten Flug-Einlagen, die nun mal gar nicht so richtig passten. Obwohl es mich jetzt auch nicht sonderlich gestört hat. Ach ja was noch besonders störend rüberkam, waren die Kampszenen wo man deutlich sieht das man den Film schneller laufen ließ. Das wurde ja auch schon zurecht von anderen Review Schreibern bemängelt. Ich frage mich was da sollte. Regisseur Lo Wei muss doch einen ziemlichen Blackout gehabt haben, als er diese Idee hatte. Das versaut die ganze Kampfszene. Schon schade das man sowas im Film angewandt hat. Der Film spielt die ganze Laufzeit über in einer Schneelandschaft, was dem gezeigten noch eine richtig schöne und für ein Eastern auch einzigartige Atmosphäre verleiht. Ich mag solche Scheelandschaften. Das fand ich schon beim Shaw Movie "Wang Yu sein Schlag war Tödlich (The Chinese Boxer) oder beim Japanischen Klassiker "Lady Snowblood" sehr schön anzusehen. Die Hauptrollen waren sehr gut besetzt. Die wirklich niedliche Cheng Pei-Pei zeigt das sie nicht nur ein gutausehende junge Dame war, nein sie hat es auch verstanden richtig auszuteilen. Schon beachtlich wie sie mit der Peitsche umgehen konnte. Ihr zur Seite stand Yueh Hua, der aber nicht so richtig zur Geltung kam im Film. Er durfte sein Können in einigen Fight Szenen mit seinem Schwert zeigen. Dann wäre da noch Tien Feng als "die Schattenpeitsche" der genau wie Cheng Pei-Pei zeigte, wie man mit der Peitsche als Waffe umzugehen hat. Den Bösewicht spielte Ku Feng, auch wenn er jetzt nicht so teuflisch rüberkam wie in "Das Schwert des gelben Tigers". Aber auch er machte seine Aufgabe als Bad Guy sehr gut. Was soll ich noch sagen, der Streifen bietet solide Unterhaltung. Keiner der großen Shaw Filme, weder von den Kämpfen, noch von der Geschichte her, aber er weiß besten einen bei der Stange zu halten. Die Fights sind ordentlich und die Darsteller können auch überzeugen. Ein kleiner, feiner Film den ich nur weiterempfehlen kann.

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