Inhalt:
China.., vor vielen Jahrhunderten. Der Peitschenkämpfer Fang Chengtian (Tien Feng), genannt "Die Schattenpeitsche", lebt zusammen mit seiner Nichte, der schönen Yang Yun (Cheng Pei Pei), in einem Gehöft außerhalb der Stadt DaFeng.
Vor 15 Jahren musste Fang fliehen..., da ihm zur Last gelegt wurde, einen Juwelen-Raub begangen zu haben..., und dabei den Chef der "Xuan Wu Security", Yang (Lo Wei), getötet zu haben.
Yang Yun ist die Tochter Yangs..., und Fang nahm sie auf..., da sie noch ein kleines Mädchen war.
Nunmehr sind diverse Kämpfer Fang Chengtian auf der Spur..., darunter die Dreierbande (u.a. Wang Hsieh aka Wong Hap, Lee Ka-Ting) und deren Chef Hong (Ku Feng)..., sowie die "16 Banditen von Yan"..., darunter deren Boss (Kao Ming), die den Raub einst selber ausführen wollten.
Zudem taucht noch der Neffe von Yang auf..., Wang Jianxin (Yue Hua), der den Tod seines Onkels rächen will. Er stellt sich aber auf die Seite Yang Yun´s, als diese bedrängt wird..., nicht ahnend, dass dies seine Cousine ist!
Kann Fang Chengtian seine Unschuld beweisen..., und wird der wahre Mörder Yang´s zur Rechenschaft gezogen werden...? Die Dinge klären sich..., und es kommt zum dramatischen Show-Down..., zum Kampf um Leben oder Tod...!
Fazit:
Im Jahre 1971 drehte Regisseur Lo Wei diesen so kurzweiligen wie einfach strukturierten Eastern mit seiner Hauptdarstellerin Cheng Pei Pei..., als vorletzten Film der legendären Actrice..., die nach "The Lady Hermit" (siehe mein Review auf dieser website) die Studios der Shaw Brothers verließ.
Beide Filme sind fast so eine Art Schlusspunkt der Shaw Brothers, hinsichtlich des Swordplay-Eastern..., als im selben Jahr Bruce Lee in "Die Todesfaust des Cheng Li" (siehe mein Review auf dieser website) das Genre auf Hand-to-Hand-Action, auf KungFu, trimmte und verlagerte.
Zwei Jahre später erst drehte Cheng Pei Pei ihren nächsten Film, für die Studios von "Golden Harvest" entstand "Non but the Brave" im Jahre 1973 (siehe mein Review auf dieser website).
Mit "The Shadow Whip" endet meine kleine Serie mit Filmen Cheng Pei Pei´s für die Shaw Brothers..., deren beste und wichtigste Shaw-Streifen ich somit für diese website besprochen habe.
"The Shadow Whip" ist ein schön verfilmter, durchaus atmosphärischer Eastern..., in oft winterlicher Landschaft spielend..., mit aber simpler, oft hinkonstruierter Storyline..., ein rein unterhalten wollender Genre-Beitrag.
Was zum Zurücklehnen, Durchschnittskost für den Eastern-Vielseher..., mit magerer Handlung und vielen Fights.
Gefallen konnte einmal mehr das künstliche Shaw-Interieur..., und das winterliche Flair dieses Eastern..., Cheng Pei Pei in gewohnter Bestform..., und die diesmal relativ flüssige Regie Lo Wei´s, der sich diesmal nicht in Nebenhandlungen und überdrehten Ideen verzettelte.
Viel falsch machen konnte Lo Wei bei diesem handlungstechnisch einfach gehaltenen Eastern nicht..., für ein gehaltvolles Epos reicht es nicht, kleine Mankos kann Lo einmal mehr nicht vermeiden..., doch entstand ein solider Eastern "für zwischendurch", eine kurzweilige Unterhaltung dem Freund fernöstlicher Abenteuer-Action bietend.
Ein paar wenige Male ist bei den Action-Sequenzen unnötiger Weise der Geschwindigkeitsregler zu hoch aufgedreht..., einige Waagerecht-Fliegereien und Trampolin-Sprünge schmälern die Realistik in manchen Gefechten..., und dieser an sich einfach-dünne Plot erscheint ein ums andere Mal hölzern hinkonstruiert.
Insgesamt stimmt aber der Spannungsbogen..., sowie die Abenteuer-Atmosphäre die "The Shadow Whip" in winterlichem Look ausstrahlen kann.
Cheng Pei Pei..., in ihrer vorletzten Performance für die Shaw Brothers..., zeigt noch einmal was sie kann:
Als Peitschenkämpferin... für das Gute einstehend..., rächt sie den Tod ihre Vaters..., begangen von einem Verräter, der ihren Vater in eine tödliche Falle lockte. Cheng Pei Pei spielt solide-überzeugend..., und agiert in ihren Action-Einsätzen einmal mehr agil und dynamisch.
Flott dabei an ihrer Seite ist Yue Hua..., gleichwohl auch dieser Kämpfer sich gegen ihren Onkel stellen will..., doch denkt die Figur Yue Hua´s da differenziert..., auch mit innerer Distanz zum Augenscheinlichen, auf das man sich nicht immer verlassen kann.
Tien Feng..., einmal mehr wie eine Vaterfigur..., tut er dies mit würdigem Spiel..., selbst in dieser einfachen Produktion. Vielfilmer Ku Feng, auch er solide wie gehabt, verströmt er einmal mehr seine skrupellos-bösartige Aura.
Der Rest des Ensembles ist drumrum gebaut..., Wong Hap aka Wang Hsieh und der Regisseur selbst, Lo Wei, sind hier zu entdecken.
Die Fight-Action erstreckt sich über den Film verteilt...., das sind flott arrangierte Kämpfe, Yue Hua und Cheng Pei Pei agieren als Duo, das sind mit die besten Fight-Szenen. In Echt-Tempo ist das schon ziemlich gut..., dafür brauchte man wirklich nicht den Geschwindigkeitsregler 2-3 mal hochdrehen.
Swordplay und Peitschen-Fights..., letzteres verlangt eine exakte Choreographie und Mut..., die Kämpfe nehmen an Intensität im Verlaufe des Films zu..., solide Action.
Viel gibt es zu "The Shadow Whip" nicht zu sagen..., ein Shaw-Actioner der aus dem Kanon des Studios nicht herausragt..., ein recht einfacher aber kurzweilig unterhaltender Eastern..., ein solider Genre-Beitrag, im winterlichen Gewand. Nicht mehr..., nicht weniger.
Solide, ein bisschen wohlwollende 6/10 Punkte stehen zu Buche...