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Frank Skeffington ist ein Politiker der „alten Schule“: Als Self made man, der es vom Einwanderersohn bis zum Richteramt gebracht hat, sucht er nicht nur Kontakt zu den Bürgern, sondern versteht sich als ihr wirklicher Interessenvertreter. Die Einwohner haben ihn bereits viermal zu ihrem Bürgermeister gewählt und nun kandidiert er erneut. Zeitungsverleger Force, der gegen Skeffingtons Familie einen alten Groll hegt, unterstützt allerdings den Gegenkandidaten McCluskey.

Schwarzweiß Filme aus Großvaters Zeiten sind sicher nicht jedermanns Lieblinge, wenn allerdings sich ein illustres Schauspielerfeld mit Spencer Tracy, Basil Rathbone und John Carradine tummelt, ist das doch mal einen Blick wert. Schauspielerisch ist dementsprechend auch nix auszusetzen gewesen.
Die Story ist dabei recht simpel gehalten. Der alternde Bürgermeister in einer Stadt, die ein Insert als irgendow in Neu-England bezeichnet, will eine letztes Mal für das Amt kandidieren, ein letztes Hurra wie er es nennt. Letztendlich scheiter die Wahl allerdings weil sich die Yankees gegen den Einwanderersprößling verbinden und den neuen politisch unbekannten Herausforderer ins Amt zu hieven. Der Jungspund gewinnt unwahrscheinlicherweise trotz völlig verhunztem Wahlwerbespot und gegenteiligen Prognosen.
Der Film bietet dabai ein reinrassiges Politdrama, das zwar von der Sprache und den Etiketten doch etwas veraltet wirkt, aber am Ende doch emotionell stark an der Figur des ehrenhaften und fairen alten Mannes teilhaben läßt. Spencer Tracy spielt den Charakter wie immer grandios, allerdings läßt die Story ein wenig Dynamik vermissen. Was die Figur des Hallodi Sohnes soll, oder die mangelnde Logik beim Wahlausgang, sind Details die wenig logisch wirken. Auch warum die alteingesessenen erst jetzt Front machen, nachdem sie bereits viermal vorher die Chance hatten, wirkt wenig ausgearbeitet.
Das Drama kann trotz einfacher Produktion dennoch überzeugen. Der eine oder andere Zuschauer kann am Ende sogar ein Tränchen ausdrücken und trotz der eher trockenen Thematik gehen die über 100 Minuten recht flott vorbei. 
6/10 

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