Inhalt:
China, in einer früheren Epoche. Eine Provinz wird durch einen Mann, den man "The Bishop" nennt, unsicher gemacht. Viele Männer kommen ums Leben, werden von seinen Schergen des "Tien Cheng Chiao"-Clans brutal getötet. Auch Frauen gehören zu diesen Mördern, allen voran die Lady Wan Miao (Woo Gam aka Hu Chin).
Um den Kämpfer Ling Pai-Hsiu (Pai Ying) in die Hand zu bekommen, entführen die Verbrecher die schöne Jo Pi. Dieser ist Ling Pai-Hsiu verfallen. Ling wird ebenso in die Residenz des "Bishop" entführt. Durch Jo Pi ist Ling in den Händen der Gangster.
Ling soll dafür sorgen, dass auch der Schwertkämpfer Lu Nan-Yen (Tien Peng) in die Gewalt des "Bishop" gelangt. Denn Lu soll das Geheimnis des "Fragrant Sword" kennen, hinter dem "Bishop" hinterher ist. Auch Lu Nan-Yen ist der schönen Jo Pi zugetan.
Lu Nan-Yen begegnet in einer Höhle 2 Männern (u.a. Chan Wai-Lau), die ihm die Technik des "Distant Sword" beibringen, einer Art Wurf-Schwert.
Lu begegnet auch der Amanzone Lady Hsiao (Wang Ping). Beide bündeln ihre Kräfte. Als Lu von den Verbrechern gefangen genommen wird, wird er von Hsiao durch eine List befreit.
Im Duell tötet Lu Nan-Yen schließlich Ling Pai-Hsiu).
Lu und Lady Hsiao stellen sich schließlich "Bishop", in dessen Residenz nimmt ein blutiges Schicksal schließlich seinen Lauf.
Fazit:
Ziemlich gut. Ich habe wohl kaum einen schöner fotographierten und sehr atmosphärischen Eastern wie diesen hier gesehen, der ich immerhin über 1.000 Produktionen dieses Genres sah.
In den wunderbaren Landschaften Taiwans, Bambuswäldern, Gebirgen und sattgrünen Hügeln unter strahlend blauem Himmel, konzipierte Regisseur Li Chia zudem eine einfache doch anspruchsvoll-ambitioniert umgesetzte Geschichte.
Diese ist mitunter gedehnt-gemächlich erzählt, doch auch spannend, sowie mit intensiven Darstellungen der Schauspieler versehen. Satte Farbgebung, dichte Atmosphäre, überzeugend-starke Sets, pittoreske Landschaften, attraktive Frauen, Action und auch melancholische Szenen, Liebe, Hass und Eifersucht, alles wechselt sich stets ab, und bietet ein Eastern-Medley, so ambitioniert wie gleichermaßen unterhaltsam.
Ein etwas anspruchsvollerer KungFu-Film, der auf die Story wie auf seine Atmosphäre setzte und Wert legte. Das merkt man diesem Film zu jeder Zeit an, kein Haudrauf-Eastern, sondern ambitioniertere Unterhaltung aus Fernost.
Das konnte gefallen, und intensiv auftretende Darsteller und kernige WuShu/KungFu-Action rundete das Gesamtbild denn noch sauber ab.
Tien Peng ist der Held dieser Geschichte, er kämpft tapfer, spielt seine Figur mit einer gewissen, beflissenen Intensität. Pai Ying ist in einer eher undankbaren Rolle zu erleben, auch er agiert gekonnt.
Der Villain, ein geheimnisvoll-diabolischer Typ mit goldener Maske, die kindliche Stimme gibt dem ganzen einen fast bizarr-morbiden Anstrich. Wer ist "Bishop"? Das bleibt bis fast ganz zum Schluss offen, und birgt eine unglaubliche Überraschung.
Attraktive chinesische Darstellerinnen sind zu erleben, allen voran natürlich Wang Ping, als rotgewandete Amazone mit 2 Kurzschwertern. Sie ist nach einigem Hin und Her an der Seite des noblen Helden.
Wichtig ist natürlich auch die Action: Starke, intensive Kämpfe, mit dem Schwert, oft auch Hand to Hand. Klassische Techniken, agile Körperbeherrschung, einige Tricks, auch nicht zu übertrieben. Und ein herrlich knackiges Dubbing (Geräuschkulisse) rundet die WuShu-KungFu-Action perfekt ab.
"The Lost Swordship" ist einer der besseren Eastern, fast anspruchsvoll-ambitioniert und vor allem stark fotographiert-atmosphärisch kommt dieser Eastern daher.
Dafür gibt es äußerst respektable 8/10 Punkte in meiner Bewertung.