Gary und Wyatt sind die Loser der Schule, die von einer Freundin nur träumen können. Während eines Frankenstein-Films kommen sie auf die Idee, eine eigene Frau nach ihren Wünschen am Computer zu kreieren. Sie füttern den PC mit Bildern und Informationen und basteln sogar eine Puppe, so wie sie sich ihre Traumfrau vorstellen. Doch während ihrer obskuren Zeremonie, die sie mit BHs auf dem Kopf abhalten, verselbständigt sich das Experiment und zum Vorschein kommt das Fleisch gewordene Superweib, die zudem noch über magische Fähigkeiten.
Es ist schon ein Unterschied, wenn man als Jugendlicher einen Film total super fand und pünktlich 30 Jahre später nochmal einen Beta-Test macht und dem Alter der Protagonisten doch leicht entwachsen ist. Die Story um zwei Vollnerds, die mal eben sich die Traumfrau aus Bits und Bytes basteln und sogar real werden lassen ist ebenso typisch 80er wie bescheuert, aber absoluten Hyper-Realismus wird ja auch niemand erwarten. Es geht ja um den Spaß an der Sache.
Stellenweise ist der Humor doch recht infantil und einfältig. Da hat man nun eine zaubernde Traumfrau, aber keine Haare am Sack, was tun. Lisa zum Glück hat einen integrierten Zauberstab, der alle Probleme löst. Wyatts doofer Bruder wird zum Riesenfrosch, die Bad Guys aus Mad Max werden auch mal kurz herbeigebeamt und so Scherze wie gefälschte Ausweise sind die leichteste Übung. So löst sie die Probleme, die sie meist selbst verursacht hat. Natürlich gibt es noch hinterhältige Mitschüler, die ebenfalls scharf auf die Computerbraut sind.
So erhält man einen wilden Mischmasch, aber letztendlich doch nur eine harmlose Komödie, die aber in die Jahre gekommen ist (oder die Zuschauer, je nachdem). Darstellerisch darf man ebenfalls nicht allzu viel erwarten, aber trotzdem vermag der Film noch zu unterhalten, aber auf deutlich moderaterem Level wie anno dazumal. Publikum unterhalb der Wahlberechtigung haben aber klar den meisten Spaß.
6/10