Review
von Leimbacher-Mario
Eher „Played Safe“
„Maximum Risk“ - Van Damme stirbt in den ersten fünf Minuten? Van Damme mal wieder in einer Doppelrolle?! Eher weniger als mehr. Denn in dem von Hong Kong-Legende Ringo Lam inszenierten Hollywood-Actioner im typischen 90er-Style sucht ein französischer Ermittler die Gründe für den Tod seines Zwillingsbruders - und der mit Shootouts und Faustfights gepflasterte Weg führt ihn nach Little Odessa, mitten ins Herz der russischen Mafia im Big Apple...
In seinen besten Momenten erinnert „Maximum Risk“ an eine Mischung aus zwei meiner Lieblings-Unter-dem-Radar-Actioner - „Kiss of the Dragon“ mit Jet Li und „Eastern Promises“ mit Viggo Mortensen. Aber insgesamt kommt dieser lam'sche Krachmacher dann doch nie über leicht gehobenen JCVD-Durchschnitt - immerhin. Das reicht oft für einen feuchtfröhlichen Abend. Ziemlich humorlos durchgezogen. Natasha Henstridge als Kirsche auf der Torte. Die russischen Ecken von NYC sieht man auch nicht allzu oft. Szenen wie der Fight im Dampfbad oder die ein oder andere Verfolgung rocken nicht nur jede Stereoanlage. „Maximum Risk“ kratzt zwar in keiner Kategorie Höchstpunktzahlen - hat jedoch auch null Ausreißer nach unten. Ok, den maximal nervigen Taxifahrer vielleicht. Ansonsten ein brauchbares Traumfabrikdebüt von dem guten alten Ringo! „Replicant“ der beiden danach war etwas schwächer, die übernächste Kooperation mit Van Damme, „In Hell“, sollte das aber dann nochmal klar toppen.
Fazit: für mich ein passabler, gut bekömmlicher und oft sogar recht stylischer Van Damme-Actioner, der jedoch trotz Ringo Lam und der Bombe Henstridge nicht allzu lang im Gedächtnis bleibt. Gut zu gucken und zu genießen ist er dennoch. Etwas zaghaft was Fights angeht, meiner Meinung nach... Oder wirkt das nur so, weil ich vorher den völlig übertriebenen und hyperaktive „Knock Off“ im Player hatte?!