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Im Tokyoter Stadtteil Shibuya haben Jugendgangs die Macht übernommen. Clubbesitzer Kamijo bemerkt in seiner Gang eine ungewohnte Unruhe, alle sind nervös und gereitzt, so als würden sie nahendes Unheil spüren, und plötzlich ist das Unheil da, und zwar in Form des jungen, mysteriösen Arano. Dieser von einem inneren Zorn beseelte Junge mordet absolut gnadenlos und ohne jede Gefühlsregung, er vertritt die Ueberzeugung, das es zu viel Ueberflüssiges auf der Welt gibt. Das Unausweichliche geschieht schliesslich, Kamijo und Arano kommen sich in die Quere und werden zu tödlichen Rivalen, beide sind jedoch gleichzeitig fasziniert von der Persönlichkeit des anderen.
"Pornostar" ist eine knallharte Millieustudie, die ein äusserst düsteres Bild der japanischen Jugend zeichnet. Regisseur Toshiaki Toyoda hat eine brutale Ballade über jugendliche Kriminelle im Rotlicht-Milieu des Molochs Tokyo geschaffen, und dabei auch vor brutalster Gewalt nicht zurückgeschreckt. Der Film enthält wenig bis gar keinen Sex, auch die Gewaltszenen sind nicht in sehr grosser Zahl vorhanden, wenn sie aber kommen, dann sehr heftig und direkt. Nicht zuletzt durch die hervorragende Kameraarbeit und den genialen Schnitt wirkt der Streifen sehr beklemmend, man ist irgendwie gefesselt von der morbiden Atmosphäre.
"Pornostar" hat mich fasziniert, ich kann den Film nur empfehlen.

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