Review

Inhalt: Che und sein Kumpel reisen ohne größere Vorkommnisse durch Südamerika.
Das war´s, schlicht und ergreifend.
Klingt langweilig? Ist es auch!
Aber immer schön der Reihe nach:

Che, ein Kind aus gutem Hause, studiert Medizin und will kurz vor seinem Abschluss noch ein paar Abenteuer (wo waren die bitte im Film?) erleben. Der Bonzenidylle entflohen, erfährt er durch die Begegnung mit ärmeren und kranken Menschen, dass das Leben kein Zuckerschlecken ist. Doch unser Held flüchtet nicht zurück ins traute Heim, sondern setzt sich für die Armen und Schwachen ein. Und da sich der Film nur mit Ches Reisetagebüchern auseinandersetzt, wird mit keinem Wort erwähnt, dass der hier gezeigte zugegeben sympathische Hauptdarsteller in seinen späteren Jahren nicht mehr so lieb und brav war. Natürlich könnte man das als Allgemeinbildung voraussetzen, aber da es diesbezüglich sicher einige Unwissende gibt, finde ich es ziemlich verantwortungslos, den späteren militanten Politiker und Massenmörder ausschließlich wie Schwiegermamas Liebling darzustellen.

Fazit: spannungsarmer und ideologisch einseitiger Streifen über die Jugend eines zweifelsfrei beeindruckenden Menschen.
Ein Film über sein späteres Leben wäre mir persönlich lieber gewesen.
Erstens wäre dieser sicher interessanter geworden als diese sozialromantische Klamotte, und zweitens hätten Einige daraus lernen können, dass ein Unrecht (Ausbeutung der Bevölkerung) nicht durch ein Anderes (gewaltsame Enteignung und Ermordung von Interessensgegnern) beseitigt werden kann.
Wenigstens hat der Film solide schauspielerische Leistungen, sowie schöne Landschafts- und Naturaufnahmen zu bieten.

3/10

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