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Na endlich bekommt auch Verhoevens genialer „Starship Troopers“seine offizielle Fortsetzung. Natürlich geht wie fast immer alles schief...


Nach dem herausragenden Sieg gegen die Bugs (siehe Teil 1) sind die Menschen nun auf den Heimatplaneten der Bugs, um denen einen weiteren Schlag zu verpassen. Unter der Leitung von General Shepherd landen die Troopers aber in einen Sandsturm und werden auch noch angegriffen. In einem alten Unterhalt finden sie zunächst Rettung, doch die Bugs greifen weiter an. Daraufhin lässt Privat Sahara den Gefangenen Capatin Dax frei. Mit seiner Hilfe kann der erste Angriff der Bugs zurückgeschlagen werden. Mittlerweile ist auch General Sheperd wieder bei der Truppe und hat drei neue Männer mitgebracht, die ihm gegen die Bugs geholfen haben. Man beginnt damit, den Unterhalt zu reparieren und scheint gut gewappnet gegen den Kampf mit den Bugs. Doch nicht jeder scheint wirklich das zu sein, was er vorgibt...


Schon zu Begin sieht man fast eine 1:1 Kopie wie im ersten Teil, nur ist hier alles um einiges schlechter, dies betrifft vor allem die deutsche Synchro und die Kameraarbeit. Die Kamera wackelt gerade zu Begin so drastisch umher, so dass man fast Kopfschmerzen bekommt. Auch wirken die Schreie in der deutschen Fassung alles andere als realistisch, da wurde wohl nur ein Take aufgenommen und gut ist, egal ob dieser sitzt oder nicht.
Auch von technischer Seite wurde ordentlich heruntergefahren. Gab es in Teil 1 noch Effekte en masse, so findet hier alles nur auf dem Planeten statt, der Sandsturm sollte wohl dafür sorgen, dass man gar nicht viel von der Umgebung sieht.

Auch schauspielerisch hat man sich verschlechtert. Gab es in Teil 1 noch bekannte Gesichter, coole und witzige Charaktere, so gibt es hier nichts davon. Immerhin sieht der General fast so aus wie Patrick Stewart aka Jean Luc Picard von der Enterprise. Sonst gibt es den gewohnten Brei. Böse Gesichter, der Zuschauer weiß nacheiner halben Stunde was los ist. Hinzu kommen dumme Klischees, die berühmte barbusige Blonde, die allen Männern den Kopf verdreht ist natürlich auch wieder dabei.
Auch inhaltlich ist die Story nicht interessant, da man wie gesagt schon schnell kapiert, wo hier der Hase läuft. Es entwickelt sich ein beliebiger 08/15 Film, der nur durch Zufall „Starship Troopers 2“ heißt und mit dem genialen Vorgänger nichts zu tun hat. Dieser hat gute Schauspieler, tolle Effekte, schwarzen Humor etc. etc. Alles dies sucht man hier vergeblich. Zum Ende hin gibt es natürlich einen großen Showdown, der zwar ein wenig milder stimmt, aber natürlich auch wieder alles Klischees ausgräbt.


Fazit: Wieder mal bewahrheitet sich der Satz, dass Nachfolger fast nie an ihre Vorgänger herankommen. Bei „Starship Troopers 2“ ist der qualitative Absturz sogar noch stärker. Lahme Story, lahme Schauspieler, lahme Effekte, wirklich nur was für Fans, die alles von „Starship Troopers“ gesehen haben wollen. Der Rest sollte sich halt noch mal Teil 1 ansehen, da hat man mehr von. „Schmerz ist Ansichtsache!“ Aber hier tut es wirklich weh.

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