"Starship Troopers" gehört mit zu den ganz großen Hits von Paul Verhoeven. Eine, fürs Action-Genre, mehr als originelle Story, verknüpft mit knackiger Action und sympathischen Helden, ergab für den Zuschauer ein absolut unterhaltsames Filmfest. Logisch, dass, bei solch einem erfolgreichen Streifen, auch hier die Regel der Fortsetzung einsetzen muss. Doch schon die Tatsache, dass der Film rein und allein für den Videomarkt produziert wurde, ließ Übles erahnen. Und leider ist das Ergebnis dann auch wirklich nicht viel besser.
"Starship Troopers 2" ist leider nicht mehr geworden, als eine stinklangweilige Mischung, aus hohler Action und noch hohlerem Drehbuch. Die Story könnte man im Prinzip auf einem A4-Blatt unterbekommen, denn außer ein paar Käferplätt-Szenen und dusseligen Dialog-Frasen, ist hier nichts vorhanden. Im Gegensatz zum Original, welches in seiner Geschichte sogar Kritik an der Gesellschaft durchschimmern ließ, geht es im zweiten Teil wirklich nur noch um Action, Action, Action und einem der langatmigsten Mittelteile aller Zeiten, in dem der Psyeudo-Story, mit angeblich Übersinnlichem, probiert wird, mehr Saft zu verleihen. Schade!
Wirklich knackig und brauchbar ist dabei nur der Ansatz der Action ausgefallen. Regisseur Phil Tippett, der auch für die Effekte im Original zuständig war, hat es durchaus geschafft, die gebotene Action unterhaltsam wirken zu lassen. Leider hat er aber kein Gefühl dafür gehabt, wann es dem Zuschauer auf die Nerven gehen könnte, ständig das Gleiche sehen zu müssen. Sozusagen, zuviel des Guten und auch ohne ersehbaren Grund, spult er die Action nahezu komplett in den ersten 20 Minuten ab und gibt dann nur noch am Schluss mal eine kleine Baller-Vorstellung. Ansonsten regiert der viel zu lang gezogene Mittelpart mit dösigen Dialogen und ab und an mal einem Effekt. Von einer schönen Verteilung der Action über den ganzen Film, kann man hier nur träumen.
Zudem geht einem auch die Optik irgendwann auf den Zeiger. Das Geschehen spielt nahezu durchgängig im Dunkeln und wird stehts und ständig mit einigen, Augenschmerzen erzeugenden, billigen Farbfiltern versetzt, die einem schon nach nur wenigen Minuten zum Weggucken verleiten. Die unausgegorene Mischung aus Dunkelheit, fahlem Licht und hässlichen Farbfiltern möchte man einfach irgendwann nicht mehr sehen. Dazu noch ein schrecklich eintöniger Score und Effekte der billigsten Sorte, die dem Ganzen den Rest geben. Hier wurde einfach viel zu viel verschenkt bzw. am Budget gespart. Schade!
Darstellermäßig befindet sich alles auf typischen Video-Niveau, wobei man da größtenteils noch ganz zufrieden sein kann. Richard Burgi macht seine Sache soweit ganz annehmbar und auch der Rest des Castes enttäuscht einen nicht unbedingt. Wenigstens kann man hier, soweit, zufrieden sein.
Fazit: Öde und größtenteils recht langweilig ausgefallene Direct-to-Video-Fortsetzung, die maximal mit ihrer ganz nett ausgefallenen Action punkten kann, aber ansonsten eher zum einschlafen, als zum mitfiebern einlädt. Hätte Regisseur Tippett nicht die ganze Action schon am Anfang seines Films verbraten und hätten die Produzenten in die Inszenierung wenigstens ein bisschen mehr Geld gesteckt, dann hätte es durchaus ein nettes B-Movie werden können. Somit reicht es leider nicht einmal dazu!
Wertung: 3/10 Punkte