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Man merkt dem Film die Qualität einer "Direct-To-Video"-Produktion schon gleich zu Beginn an. Häufig auftretende Lichteffekte, sowie das unablässige Einsetzen von Rauch und ein stetiges Wackeln der Kamera versuchen anfangs zu verhindern, dass einjeder Zuschauer die billige Produktionsart auf Anhieb erkennt.

Den Krönung der Misere liefert allerdings der erste Kampf gegen die Bugs. Genauer gesagt, die Art wie dieser präsentiert wurde. Wie man es aus bester Zeit als kleines Kind in den öffentlichen Spielhallen kennt, wo man mit der Lightgun auf eine Leinwand geschossen hat, so präsentieren sich die Kämpfe, in welchen Menschen um ihr nacktes Überleben kämpfen.
Man kann deutlich die Abgrenzung von Studio zur Leinwand erkennen. Zumal teilweise die Bilschärfe stark abweicht. Einen direkten Kontakt von Mensch und Bug gibt es in diesen ersten Kämpfen nicht und trotzdem fällt die schlechte Machart auch dem schlechtesten Auge auf.
Hinzukommt, dass die Schüsse nicht nur einen unnatürlichen Klang besitzen, sondern dass jegliche Mündungsfeuer durch eine kleine blau-leuchtende Birne, die in den Läufen der Waffen eingebaut sind, erzeugt werden.
Sogar das grelle licht der Taschenlampen wurde mittels modernster Technik eingefügt.
Jedoch erneut auf die billigste Art, womit ein längeres Hinsehen gar unmöglich erscheint.

Viel überraschender erscheint im Gegensatz hierzu, dass die Animationen der neuen Bugs durchaus gelungen und dem heutigen Stand der Technik angemessen sind.
Die Kreaturen bewegen sich lebendnah und sind auch was ihre Eingliederung ins Bild angeht sehr gut animiert. Im Kontrast zum Anfang sind in den Folgeszenen kaummehr Mängel an den Animationen festzustellen und es ist diesbezüglich eine deutliche Steigerung zu erkennen.
Bei den Splattereffekten hat man sich stellenweise auch relativ viel Mühe bereitet und einige Zeit investiert. Während in der ersten halben Stunde noch jegliche blutigen Sterbeszenen vom Rauch und Nebel verdeckt und verschlungen werden, so kann man bei den im Anschluss folgen Tötungsszenen tiefere Einblicke in das Geschehen geniesen.

Durchschaubar ist durchaus auch die Handlung, besser gesagt der Handlungsverlauf von "Starship Troopers 2". Von Beginn an fällt es dem zuschauer leicht die Handlung zu erahnen oder zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Zumindest weiß man, wenn auch nicht in jedem Detail, wer von den Föderierten nicht ganz koscher ist und das im sprichwörtlichsten Sinne.
Trotzdem komme ich nicht drummherum zu erwähnen, dass die Handlung eigentlich, zumindest sobald etwas Licht ins Dunkle kommt für einen reinen Horrorfilm, vom
Grundprinzip, nicht schlecht gewählt ist. Jedoch nicht für einen Sci-Fi Splatter wie "Starship Troopers". Auch wenn diese Idee schon in ein zwei älteren Filmen im Groben schon Verwendung gefunden hat ist sie nicht völlig ausgelutscht und zu verachten.

Zum Abschluss will ich noch auf die Darsteller zu sprechen kommen. Diese werden ihrem Job leider allesamt nicht gerecht. Selbst wenn es sich bei den Akteuren größtenteils um Debütanten in der Filmbranche handelt, den es an Erfahrung und Fähigkeiten mangelt, so ist dies keine Entschuldigung dafür, dass wir als Betrachter durchweg eine schlechte Darbietung geboten bekommen.
Emotionale Stellen im Film kommen überaus lächerlich rüber. Wogegen beklemmende Szenerien kaum wahr oder ernst genommen werden, da durch die oberflächliche Präsentation jegliche Spannungsschwankungen wegfallen.
Wenngleich schon beim ersten Teil wenig Spannung vorhanden war so untertrifft Teil 2 alles bisher erlebte.

Zusammenfassend ist zu erwähnen, dass man "Starship Troopers" gesehen haben sollte, jedoch nicht "Starship Troopers 2", wenn man sich nicht die Lust an Sci-Fi Filmen nehmen lassen will.
Fast durchweg schlecht und mit nur wenig ansehnlichen Momenten sollte der Film besser in den Katakomben der Videotheken verschwinden.

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